ADFC schlägt die Öffnung weiterer Einbahnstraßen vor
Nachdem die letzte Staffel von Einbahnstraßenöffnungen schon wieder
einige Jahre zurückliegt, fordert u.a.
der ADFC die Öffnung auch folgender Einbahnstraßen: Steinmetz-, Jäger-
hof-, Heinrich-, Richt-, Tiegel-, Papenbusch- und Bachstraße sowie
Muhren- kamp und Auf dem Dudel.
Die Einbahnstraßen liegen auf (potentiellen) Radrouten bzw. verlangen
derzeit noch erhebliche, teilweise sogar gefährliche Umwege.
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| Der neue Radweg in der Bachstraße führt zur Zeit nur zur Bogenstraße |
So ist die Bachstraße aus Richtung Delle durch die neue Ampel
mittlerweile bequem zu erreichen und wurde durch ein Fahrbahnplateau
zusätzlich verkehrsberuhigt. Bei Freigabe der Bachstraße können
Radfahrer die stark belastete Stadtmittekreuzung (legal) umfahren.
Beim Muhrenkamp hat die Drehung dieser Einbahnstraße hingegen dazu
geführt, dass nicht nur Autos, sondern auch Radfahrer ein Stück der
gefährliche Kaiserstraße fahren und sodann den wenig attraktiven
Dickswall benutzen müssten. Die bereits rege Nutzung des Muhrenkamps in
beiden Fahrtrichtungen sollte nicht unbedingt als fehlende Akzeptanz der
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| Muhrenkamp steht zur Zeit dem Radverkehr zur Umfahrung des Dickswalls nicht zur Verfügung |
Verkehrsregeln verstanden werden. Auch wenn die Radlerinnen und Radler
sich wohl eher intuitiv für diese Route entschieden haben dürften, haben
sie bereits objektiv den sichereren Fahrweg gewählt. Gegenläufiger
Radverkehr hat sich in Einbahnstraßen in der Unfallstatistik nämlich als
besonders sicher herausgestellt, da anders als beim Überholen zwischen
Auto- und Radfahrer untereinander leichter reagiert werden kann. Die in
klassischen Einbahnstraßen für Radfahrer ohnehin bereits sehr günstigen
Unfallzahlen können, was nur logisch ist, durch eine amtliche Freigabe
zwar nicht nochmals erheblich gesenkt werden. Allerdings trägt die
Öffnung von geeigneten Straßen zu einer besseren Akzeptanz sinnvoller
bzw. notwendiger Ver- und Gebote im Straßenverkehr bei und schafft für
den Nutzer Rechtssicherheit.
KLR
Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2009.
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