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RAD im Pott Frühjahr 2009 Im Pott

Tipps zum Kauf von Kinderfahrrädern

Passt, gefällt und macht Lust

Entscheidend beim Kauf eines Kinderrades sollte nicht der Preis, sondern die passende Größe sein. Billige Räder haben vielfach eklatante Sicherheitsmängel und lassen sich schlecht auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder anpassen.

Kinder sollten auf jeden Fall beim Fahrradkauf dabei sein, auch wenn es ein Geschenk sein soll. Sie sollten Probe sitzen oder fahren, nur so lässt sich ein passendes Rad finden - und eines, das dem Kind auch gefällt. Denn: Passt
Titelbild des ADFC-Ratgebers für Kinderfahrräder
das Rad nicht, fühlt sich das Kind unsicher oder muss sich zu sehr anstrengen und verliert die Lust am Radfahren.

Richtige Rahmengröße

Die Zuordnung nach der Laufradgröße zu Alter oder Körpergröße ist nur ein Anhaltspunkt, vor allem der Rahmen muss passen. Das erste "richtige" Fahrrad ist in der Regel ein 20 Zoll-Kinderstraßenrad und passt etwa zu Beginn der Schulzeit.

Viele Eltern lassen aus Kostengründen ihre Kinder möglichst lange auf dem 20 Zoll-Rad fahren, bis sie dann so gerade auf ein 26 Zoll-Rad passen. Doch für die meisten Kinder ist der Sprung zu groß - besser ist der Zwischenschritt über ein 24 Zoll-Rad. Eine gute Lösung sind sogenannte mitwachsende Kinderräder. Hier ist das Sattelrohr etwas schräger nach hinten gestellt, so dass mit höherem Sattel auch die Entfernung zum Lenker wächst. So kann etwa der Größenbereich von 16 bis 20 oder 18 bis 24 Zoll abgedeckt werden. Durch das schrägere Sitzrohr kommen Kinder beim Anhalten besser mit den Füßen auf den Boden und haben trotzdem die zum Fahren richtige Sitzposition.

Das richtige Licht

Auf eine Federung sollte man beim Kinderrad verzichten, sie ist schwer und reagiert meistens nicht auf die leichten Fahrer.

Eine Lichtanlage sollte montiert werden, wenn die Räder im Straßenverkehr gefahren werden. Kinder haben oft Schwierigkeiten, einen Seitenläufer-Dynamo zu bedienen. Besser ist ein Mehrtagestouren zuverlässiger Nabendynamo mit Sensorscheinwerfer, der sich automatisch einschaltet - so ist weder das Anschalten ein Problem, noch wird es vergessen.

Schaltung

Ab der 20 Zoll-Größe ist eine robuste, wartungsarme Nabenschaltung sinnvoll, drei Gänge reichen am Anfang aus. Bei 24 Zoll-Modellen können es auch sieben Gänge sein. Größere Kinder kommen schon gut mit Kettenschaltungen zurecht, die fehlende Rücktrittbremse ist für sie kein Problem. Kinder lernen schnell, mit Felgenbremsen umzugehen.

Unter www.adfc.de/kinder gibt es zahlreiche Tipps zum Kinderfahrradkauf und zum Radfahren mit Kindern.


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2009.
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