<< Außerordentliche Mitgliederversammlung des KV Oberhausen/Mülheim zurück zur Jahresübersicht Regelmäßige Termine >>


RAD im Pott Sommer 2008 Satire

Radfahrer raunzen über Rohölpreis

Bei einem Demonstrationszug über die Wiener Ringstrasse haben mehrere heimische Radfahrverbände gegen die stark angestiegenen Ölpreise protestiert. Diesen Freitag hatte der Preis für ein Fass Öl das erste Mal bei $145 notiert. Angesichts der rasant steigenden Treibstoffpreise überschlagen sich derzeit nicht nur die politischen Parteien mit der Ankündigung von Aktionen.

Auf ihren teils stark quietschenden Fahrrädern strampelten mehrere hundert erschöpfte Radfahrer über die Radwege der Ringstrasse. Viele Radfahrer leiden unter den Ölpreisen, die ihnen die Erhaltung des zweirädrigen Fortbewegungsmittels unmöglich macht.

"Ich kann mir keine Tropferln mehr auf meine Kette leisten", meinte René Sedlacek, Boku-Student im 17. Semester. "Damit ist mein Rad weniger wendig, und das kostet Zeit beim Hundstrümmerhindernisparcours auf den Wiener Radwegen."

Einige der Radfahrer greifen angesichts der Ölpreismisere zu drastischen Mitteln. "Pro Monat, in dem man nicht mehr die Haare gewaschen hat, kann man fünf Milliliter an Haarfett produzieren", erläuterte der Theaterwissenschaftsstudent Michael Gusnik. "Das riecht zwar streng, wenn es beim Radln durch die Kettenreibung erwärmt wird, aber solange man nur draussen radelt riecht man's eh kaum."

Neben dem Quietschen wirkt sich der Ölmangel auch auf die Verkehrsdisziplin aus. So stiegen viele Autofahrer nicht nur aufs Fahrrad als Transportmittel um, sondern hat die Anzahl der Anzeigen gegen Radrowdies zugenommen. "Während sich Autofahrer noch so halbwegs an die Verkehrsregeln halten, ignorieren viele Radumsteiger die einfachsten Regeln", schilderte der Wiener Verkehrsstadtrat Rudi Sticker. Das führe zu einer drastischen Erhöhung der Verkehrsdelikte, weil "die Radfahrer wie die Säue gegen die Einbahn fahren und auf Gehsteigen langsame Passanten erschrecken."

In einer anderen Meldung konnte noch in der Regierung keine Einigung darüber erzielt werden, ob Autofahrer nun wegen der nahenden Fußballeuropameisterschaft Flaggen in den Farben der Ländern am Auto anbringen dürfen, oder ob sie gleich vorsorglich zehn Jahre Kerker erhalten sollen, weil sie sich staatshoheitliche Symbole anmaßen würden, die nur Regierungsmitgliedern zustehen.

Aus: rappelkopf.at

mit freundlicher Genehmigung von Mario Herger, Mountain View, CA, 94043 USA


<< Außerordentliche Mitgliederversammlung des KV Oberhausen/Mülheim zurück zur Jahresübersicht Regelmäßige Termine >>


Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Sommer 2008.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de