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RAD im Pott Sommer 2008 Oberhausen

Oberhausener Fahrradbeauftragter in der Geschäftsstelle

Weitere Verbesserungen geplant

Auf Einladung des ADFC besuchte der Fahrradbeauftragte der Stadt Oberhausen, Dieter Baum, die Aktiven in der ADFC-Geschäftsstelle zu einem intensiven zweistündigen Meinungsaustausch. Dabei versicherte er den Aktiven, dass das Radwegenetz trotz knapper Mittel im Rahmen von Straßenneubauten wie schon 2007 (Siegesstraße in Holten, Sterkrader Tor) weiter ausgebaut werde.

So wird 2009/2010 auf der Holtener Straße mit ca. 800 Meter Länge ein neuer Bordsteinradweg bis zur Hallenbadkreuzung entstehen.

Das Markieren von Angebotsstreifen (in 2007 über 2 km Länge) ist auch in 2008 vorgesehen. Ab der Stadtgrenze zu Bottrop wird der auf der Kirchhellener Straße auf östlicher Seite verlaufende Zweirichtungsradweg durch Markierungen auf Oberhausener Stadtgebiet bis zur Matzenbergstraße fortgesetzt. Dort unterstützt eine Querungshilfe das Wechseln auf die rechte Straßenseite.

Im weiteren Verlauf soll mittelfristig auf der Kirchhellener Straße und dem Postweg eine Angebotsmarkierung auf der Fahrbahn aufgebracht werden, gleichzeitig soll für Kraftfahrzeuge das Parken auf dem jetzigen, nicht normgerechten Bordsteinradweg erlaubt werden.

Weitere Angebotsmarkierungen sind mittelfristig auf der Von-Trotha-Straße und kurzfristig auf der Beethovenstraße vorgesehen.

Der ADFC bedauert, dass die Verwaltung allerdings bei Straßenneubauten keine Radfahrstreifen vorsieht, sondern lieber auf Bordsteinradwege vertraut, die (wissenschaftlich belegt) gegenüber den Radfahrstreifen zahlreiche Nachteile aufweisen. Die Aktiven sehen eine Möglichkeit, auf der Mellinghofer Straße von der Stadtgrenze bis zum Wehrplatz die Benutzungsplicht der Bordsteinradwege aufzuheben und auf der überbreiten Fahrbahn einen Radfahrstreifen einzurichten. Herr Baum zeigte sich aufgeschlossen und sagte eine Machbarkeitsprüfung zu.

Immer drängender wird aus Aktivensicht die Pflege von Rad- und Fußwegen mit wassergebundener Oberfläche. So bestehen zur Zeit große Schäden am Kanaluferweg, der vor allem durch Versorgungsfahrzeuge verursacht wird. Auf Nachfragen erhält der ADFC meist den Hinweis, dass man aus Geldmangel die notwendige Pflege nicht sicherstellen könne. Stellt sich da nicht die Frage, ob eine Pflasterung oder Asphaltierung einiger Wege (z.B. das nördliche Kanalufer, Radtrasse im CentrO.-Gelände) nicht sinnvoller wäre?

Unzufriedenheit herrscht bei den Aktiven immer noch bei der Radwegeführung in Baustellenbereichen, obwohl eine aktuelle Anleitung von der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte veröffentlicht worden ist. Nach Aussage von Herrn Baum erkennen die ausführenden Baufirmen das Problem nicht und leider erfolge aus Personalmangel auch keine systematische Kontrolle der Baustellen durch die Verkehrsbehörde. Die ADFC-Aktiven bemängeln, dass der Stellenabbau im Öffentlichen Dienst der Stadt auch dort erfolgt, wo er zu Lasten der Bürgerfreundlichkeit geht.

Gute Nachrichten gibt es dagegen aus der Unfallstatistik. Trotz Zunahme des Radverkehrs geht die Zahl der gemeldeten Unfälle weiter zurück. Herr Baum sieht einen Grund dafür auch im fahrradgerechten Umbau des Straßenverkehrs.

Am Ende des Gesprächs wurde ausführlich über eine Überarbeitung des Oberhausener Radplans diskutiert. Einig waren sich alle Anwesenden, dass der Verkauf von fast 5.000 Exemplaren seit 2003 ein großer Erfolg ist; damit ist die Auflage fast vergriffen. Eine Neuauflage müsste aber überarbeitet werden, dazu werden sich Mitarbeiter der Stadtverwaltung und die ADFC-Aktiven im Herbst zusammensetzen. Das gemeinsame Ziel lautet: Herausgabe eine neuen Radplans im ersten Halbjahr 2009.



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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Sommer 2008.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de