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RAD im Pott Frühjahr 2008 Mülheim

Neue Radverkehrsanlagen Dickswall/Essener Straße

In ihrer Dezember-Sitzung hat die zuständige Bezirksvertretung 1 die Einrichtung von Radverkehrsanlagen am Dickswall und im weiteren Verlauf der Essener Straße zwischen Tourainer Ring und Oststraße beschlossen.

Dieser Straßenzug ist Teil der städtischen West-Ost-Radroute und des Radverkehrsnetzes NRW. Die Route stellt die Verbindung von Heißen mit der Innenstadt her. Heute wird der Radverkehr auf dem Dickswall zwischen der Althofstraße und dem Tourainer Ring auf der Ortsfahrbahn geführt. Das Erreichen dieser Fahrbahn ist für Radfahrer aktuell sehr gefährlich. So
Foto der Kreuzung
muss im Dickswall ungeschützt der zweistreifige Rechtsabbieger in Richtung Tourainer Ring gekreuzt werden. Die Benutzung der parallel vorhandenen Radfurt ist wegen fehlender Aufstellflächen und Weiterführung unmittelbar entlang der Ein- und Ausfahrt des Parkhauses am Hans-Böckler-Platz ebenfalls sehr problematisch.

Zur Verbesserung der Situation wurden folgende Maßnahmen beschlossen: Stadteinwärts wird zusätzlich zu den beiden bestehenden Richtungsfahrstreifen zwischen Gracht und Tourainer Ring ein Schutzstreifen markiert. Im Bereich der Kreuzung Dickswall/Tourainer Ring wird die dortige Dreiecksinsel und die Fahrbahn baulich um ca. 1 m nach Süden versetzt, um eine Mitbenutzung des Gehweges durch Radfahrer an dieser Stelle zu ermöglichen. Durch diese indirekte Führung können unter Signalschutz die Rechtsabbiegestreifen in Richtung Tourainer Ring gequert werden. Mit Hilfe einer neuen Furt und separatem Radfahrsignal wird der Radverkehr über die Einmündung des Tourainer Ringes direkt in die Ortsfahrbahn geführt. Hierdurch entfällt der Gefahrenpunkt an den Ein- und Ausfahrten. Es entstehen Kosten in Höhe von rund 45.900 Euro.

Stadtauswärts ist der Fahrbahnquerschnitt für die Anlage eines Schutzstreifens derzeit nicht geeignet. Es wird daher der Gehweg freigegeben, wobei zügige und erfahrene Radler wohl weiterhin die Fahrbahn bevorzugen dürften. Die Fußgängerfurt über die signalisierte Einmündung der Kämpchenstraße wird in Richtung des weiterführenden Gehweges verschoben, da die jetzige Führung eine unübersichtliche Situation an der Gebäudeecke zur Folge hat. Das Linksabbiegen vom Gehweg der Essener Straße auf den bestehenden Schutzstreifen in der Oststraße wird signalisiert ("Fahrradschleuse"). Innerhalb der heute bestehenden Rotzeiten für den Kraftfahrzeugverkehr werden dem Radverkehr mittels eigenem Signal Grünzeiten zur Verfügung gestellt, um den vorgezogenen Linksabbiegestreifen in Richtung Oststraße zu erreichen. Es entstehen Kosten in Höhe von 14.900 Euro. Die Maßnahmen sollen noch im Frühjahr umgesetzt werden.

ahe


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2008.
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