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RAD im Pott Frühjahr 2008 Raus aus'm Pott

3600 km für Erneuerbare Energien und den Frieden

Friedensradfahrt 2008 Paris - Moskau - Peking

Da muss man ja ein Super-Radfahrer sein, oder? Das werden die Teilnehmer meist gefragt. "Nein, muss man gar nicht", sagt Konni Schmidt, 59, und er muss es wissen. Seit 27 Jahren organisiert er solche Touren oder fährt ganz einfach mit. Nun schon zum dritten Mal nach 2006 und 2007 begeben sich Radfahrer aus ganz Europa auf die 3600 km Strecke Paris - Moskau.

2008 schließt sich eine Fahrt nach Peking mit der transsibirischen Eisenbahn an, zu den Olympischen Spielen.

Die wunderbare Atmosphäre in der Gruppe, die unglaublich herzliche Aufnahme in Belarus und Russland motivieren zahlreiche Teilnehmer zum zweiten Male mitzufahren. "Von Anfang an war es uns wichtig, dass auch
Logo der Friedensfahrt, ein Radfahrer-Piktogramm mit Friedenssymbolen als Räder
Menschen aus den östlichen Ländern mitfahren können". Sponsoren sollen es möglich machen.

Inzwischen wird die Friedensradfahrt von vielen Prominenten unterstützt: Dr. Hermann Scheer, MdB und Träger des Alternativen Nobelpreises ist schon zum zweiten Male Schirmherr: "Ein Mehr an erneuerbaren Energien bedeutet auch mehr Frieden für die Welt. ... Ich meine, dass die Tour aller Unterstützung wert ist" schreibt er in seinem Grußschreiben.

Franz Alt, Fernsehjournalist und Autor zahlreicher Bücher zur Solarenergie ("Die Sonne schickt uns keine Rechnung") gehört dazu. Barbara Rütting, Mitglied des bayrischen Landtags will in diesem Jahr mit einem Solarmobil mitfahren. Mit ihren 80 Jahren ist sie kein bisschen müde und das Friedensthema ihr wichtiger denn je.

Die Friedensradfahrt wird auf ihrem Weg in zahlreichen Standorten erneuerbarer Energien Station machen: Bürstadt bei Worms hat das größte Solardach der Welt vorzuzeigen, Leipzig/Waldpolenz (Juwi-Solar) und Dresden gehören dazu.

Aber auch Kundgebungen gegen den Atomstandorte in Cattenom und Biblis liegen auf dem Weg der Friedensradfahrer. Die Reaktion der örtlichen Friedens- und Umweltinitiativen, von Bürgermeistern und Persönlichkeiten macht die Fahrt oft zu einem bunten und weithin beachteten Ereignis in den Regionen.

"Viele schlossen sich uns spontan für ein paar Kilometer an und entschieden sich dann 'nächstes Jahr fahre ich ein paar Tage mit euch' ".

Zahlreiche Fotos auf der Internetseite künden von kleinen (z. B. in russischen Dörfern) und großen Empfängen (z. B. Minsk, Dresden) an der Strecke. www.bikeforpeace.net berichtet auch von dem breiten Medienecho. Gar einen Fernsehfilm des russischen TV kann man sich herunterladen.

"Ich habe schon eine ganze Reihe Diavorträge gehalten und immer wieder sind die Leute fasziniert von der Landschaft in Polen und Russland" berichtet Stadtratsmitglied Andreas Naumann aus Dresden, der 2006 bis nach Moskau mitfuhr und auch 2008 wieder dabei sein wird.

"Ich bin vor allem auf Peking gespannt und mit Bike for Peace ist es so preiswert, dass ich es mir auch als Rentner leisten kann" ergänzt Helge Romahn aus Leverkusen. Ihm ist auch wichtig, dass sich die Menschen kennen lernen in Europa und darüber hinaus. "Wir müssen unbedingt verhindern, dass sich Europa wieder in einen Krieg hineinziehen lässt."

Auch Karl von Körber wird zum zweiten Male dabei sein: "Diesmal will ich auf jeden Fall nach Moskau, gemeinsam mit den Russen, die ich letztes Jahr kennen lernte, Klasse Kumpels."

Frank Winkler, Manager bei einem großen Elektrokonzern, fordert die Energiewende: "dafür fahre ich diesmal komplett mit. Das ist der schönste Urlaub, den ich mir vorstellen kann: Sport, gesundes Essen, liebe Leute und etwas tun für unsere Zukunft, was willst du mehr" schwärmt er.


Weitere Informationen:

Bike for Peace and New Energies e. V.

Wormser Str. 27

D-67657 Kaiserslautern

+49-176-633-215-46

www.bikeforpeace.net, bike4peace@web.de


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2008.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de