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| RAD im Pott Frühjahr 2008 | Im Pott |
Schon während der Vorstellungsrunde kristallisierte sich heraus, wie unterschiedlich sich die Aktivitäten der einzelnen Kommunen aus Sicht der ADFC-Verbände vor Ort gestalten. Einige ADFCler äußerten sich verwundert darüber, dass ausgerechnet ihre Stadt Mitglied in der AGFS geworden sei. Der Begriff "fahrradfreundlich" sei in einigen Fällen reiner Etikettenschwindel. Unbefriedigend war die Erkenntnis für viele ADFCler, dass der Einfluss des ADFC-Landesverbandes auf die Arbeit der AGFS doch kleiner ist als bislang angenommen. Kann er auch nur sein, da der ADFC als freier Verband kein Mitglied in der AGFS ist. Immerhin besitzt er seit vielen Jahren eine beratende Funktion.
In diesem Zusammenhang wurde noch einmal betont, dass eine Voraussetzung für die Aufnahme in die AGFS u.a. die Vorlage eines gesamtstädtischen Konzepts zum Radverkehr sei, aber auch eine zumindest ansatzweise vorhandene Infrastruktur mit wegweisenden Elementen. Besonders wichtig sei vor allem ein spürbar nachvollziehbarer Wille zur Stärkung des Radverkehrs.
Im vergangenen Jahr galt es nun für 27 Kommunen ihre Mitgliedschaft in der AGFS zu erneuern (siehe auch die beiden Berichte in der letzten RAD im Pott). Hierbei war interessant zu erfahren, inwiefern die örtlichen ADFC-Verbände bei der Abfassung der Anträge mit einbezogen wurden. Das ging von der völligen Ignorierung bis zur aktiven Möglichkeit zur Mitarbeit (z.B. in Essen). Interessant waren diese Erkenntnisse vor allem für die ADFC-Verbände aus den Kommunen, die in diesem Jahr ihre Mitgliedschaft erneuern müssen, wie z.B. Oberhausen.
Letztendlich ging man am Ende der Tagung mit der Erkenntnis nach Hause, dass trotz aller Kritik, die man gegenüber der Radverkehrspolitik in der eigenen Stadt üben kann (und auch äußern sollte), es durchaus schlimmer aussehen könnte.
Jörg Brinkmann
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