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RAD im Pott Winter 2007 Oberhausen

Fehlende Pflege

Freizeitrouten werden oft mit wassergebundenen Oberflächen gebaut, die sehr viele Vorteile haben, aber sehr pflegebedürftig sind. Obwohl der Pflegeaufwand allen Beteiligten bekannt ist, wird er kaum beachtet. Deshalb verwundert es auch nicht, wenn sich viele Wege in einem traurigem Zustand befinden. Hier zwei Beispiele.

Radweg am Rhein-Herne-Kanal: Besonders der Abschnitt zwischen der Ripshorster Brücke und der Einbleckstraße ist stark betroffen. (Foto Kanal) Nachdem die obere feine Deckschicht und die Zwischenschicht schon seit Jahren abgetragen worden ist, löst sich bei dem einstigen Premiumradweg die jetzt zuoberst liegende grobkörnige Tragschicht auf.
Foto des Radwegs mit großen Pfützen und unebener Oberfläche
Radweg am Rhein-Herne-Kanal
Schwere Wartungsfahrzeuge erzeugen tiefe Fahrrillen, die der noch vorhandenen Schicht den Rest geben. Zentimeterhohe Kanten entstehen mit endlosen Wasserfurchen, die nach längerem Regen an einigen Stellen über die gesamte Wegbreite reichen. Die angekündigte und (wegen der Mitbenutzung des Weges durch KFZ) notwendige Asphaltierung des Abschnittes begrüßen wir sehr, eine Umsetzung ab dem Jahr 2010 kommt aber viel zu spät.

Radweg am südwestlichen (Oberhausener) Rand der Haniel-Halde: Erst vor wenigen Jahren wurde die Haniel Trasse vom Golfplatz bis zur Halde für Radfahrer und Fußgänger freigegeben. Vor dem Gelände der Schachtanlage Haniel führt der Weg über eine Brücke zum Wegenetz der Hanielhalde. Die Querung der Brücke ist durch ca. 10 cm hohe Betonkanten fahrend unmöglich, gleichzeitig droht bei äußerst groben Schotter Rutsch- und Sturzgefahr. Im weiteren Verlauf führt der Weg durch eine Sumpf- und Matschlandschaft, die nach einem Regentag eigentlich nicht passierbar ist. In den vielen Spurrillen steht auch bei längerer Trockenheit Zentimeter hoch das Wasser.

Der ADFC bitte die Verwaltungen nicht nur in Oberhausen, stärker auf den Zustand der Rad- und Fußwege zu achten, die zuvor mit viel Aufwand angelegt wurden. Die Bürgerinnen und Bürger, allein am Rhein-Herne-Kanal sind es an einem schönen Sommertag nach vorsichtigen Schätzungen mehr als 5000, werden jede Verbesserung dankbar zur Kenntnis nehmen.



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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Winter 2007.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de