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RAD im Pott Winter 2007 Oberhausen

Angebotsstreifen in Oberhausen

1997, also vor nunmehr zehn Jahren, endstand in Styrum an der Lothringer Straße der erste Angebotsstreifen in Oberhausen. Nach langen und kontroversen Diskussionen entschied sich die Stadtverwaltung, dem Vorschlag des ADFC zu folgen und die schwierige Verkehrssituation durch einen Angebotsstreifen zu entspannen.

Infrage kommen dafür Hauptstraßen, die für einen echten Radfahrstreifen zu eng sind. Bei einem Angebotsstreifen (in der StVO "Schutzstreifen" genannt) handelt es sich um eine Radverkehrsanlage, die besonders bei beengten Platzverhältnissen - wie eben auf der Lothringer Straße - sinnvoll ist. Auf der Fahrbahn wird in beiden Fahrtrichtungen je eine Radspur durch eine gestrichelt weiße Linie abgeteilt. Jede Spur ist
Foto des Angebotsstreifens mit Fahrrad-Piktogramm
Angebotsstreifen Virchowstraße
zwischen 1,25 m und 1,60 m breit. Der verbleibende Raum zwischen den beiden Spuren muss zwischen 4,50m und 5,50m breit sein. Rechts der Leitlinie fährt der Radverkehr, links davon der motorisierte Verkehr. Ein Angebotsstreifen verengt optisch das Straßenbild, was Autofahrer zu einer vorsichtigeren Fahrweise veranlasst. Wenn sich aber nun beispielsweise zwei Busse oder LKW's entgegen kommen und der mittlere Raum nicht reicht, dürfen sie den Angebotsstreifen mitbenutzen. Existiert noch ein alter Radweg auf dem Gehsteig, so kann der Radler wählen. Allerdings empfehlen wissenschaftliche Studien zur Sicherheit ausdrücklich den Angebotsstreifen

Oberhausen besitzt inzwischen 27 Angebotsstreifen. Davon sind 24 beidseitig, 3 nur auf einer Fahrbahnseite angelegt. Der längste befindet sich mit 1,2 km an der Emmericher Straße zwischen Schmachtendorfer/Bahnstraße und Rabenstraße und ist in diesem Jahr neu hinzugekommen. Der kürzeste ist nur 80 m lang und findet sich an der Thüringer Straße zwischen Pestalozzi- und Friesenstraße. Insgesamt verfügt Oberhausen heute über 13,6 km Angebotsstreifen. Davon sind drei in diesem Jahr neu hinzugekommen. Sie finden sich, neben der schon erwähnten Emmericher Straße, an der Virchowstraße zwischen Mülheimer und Liebknecht-/Seilerstraße und an der Skagerakstraße zwischen Lindner- und Bachstraße. Der Angebotsstreifen an der Virchowstraße ist 420 m lang, der an der Skagerakstraße 380 m.

Es ist erfreulich, dass die Stadtverwaltung fortfährt, diese praktische und angenehme Art von Radverkehrsanlagen anzulegen und es bleibt zu hoffen, dass sie dies auch weiterhin tut.

Wünschenswert wäre das an der Thüringer Straße, an der Brücktorstraße, Abschnitt Feuerwache und an der Hermann- Albertz-Straße, hier einseitig in östlicher Richtung.

vb


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Winter 2007.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de