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RAD im Pott Winter 2007 Duisburg

Radfahr- oder Parkstreifen?

Planungsdezernent Dressler hat wieder neue "Visionen". Zur Förderung des Stadtteils Marxloh plant er nun nach der (politisch gescheiterten) Freigabe der Fußgängerzone für den Pkw-Verkehr, die erst wenige Jahre alten Radfahrstreifen entlang der Weseler Straße zu Parkstreifen umzuwidmen. Damit gedenkt er das Parkproblem auf der ehemaligen B 8 zu lösen. Offenbar weder von Sach- noch von Ortskenntnis getrübt denkt der Ankündigungsdezernent offen in der Lokalpresse darüber nach. Vor der Umgestaltung der Weseler Straße gab es so gut wie keine Parkmöglichkeiten. Heute gibt es rechts neben den Radfahrstreifen bereits weitgehend Parkstreifen. Sicher: in Marxloh werden die Radfahrstreifen - obwohl deutlich als solche zu erkennen - häufig zugeparkt. Doch wie stellt sich Dressler das ganze vor? Will er hier durchgehend das Parken in zwei Reihen propagieren? Wird er im nächsten Schritt das Radfahren ganz verbieten, weil Radfahrer auf der Fahrbahn der Weseler Straße sowohl den fließenden Autoverkehr wie auch die Straßenbahn behindern und weil das Rad fahren durch die Straßenbahnschienen viel zu gefährlich wäre? Zahlt Herr Dressler die Radverkehrs-Fördermittel, mit denen (neben den ÖPNV-Geldern) der Umbau der Fahrbahn finanziert wurde, dann eigentlich aus seiner eigenen Tasche zurück? Wo bleibt der Aufschrei der Politik, vor allem bei der CDU und den Grünen, die ja einen Aufnahmeantrag Duisburgs in die "AGFS" beantragt hatten?

HF


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Winter 2007.
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