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RAD im Pott Winter 2007 Essen

Es besteht aber weiterhin Handlungsbedarf

Essen bleibt fahrradfreundliche Stadt

Aus 43 Mitgliedern besteht mittlerweile die "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW" (AGFS). Nach den im Jahre 2000 geänderten Statuten muss jedes Mtglied alle sieben Jahre einen Antrag zur Verlängerung der Mitgliedschaft stellen. Damit sollen sie ihr dauerhaftes Engagement für den Radverkehr unter Beweis stellen. Für 28 Städte, darunter auch Essen, war es 2007 soweit. Bis zum Jahresanfang mussten die Anträge, versehen mit den entsprechenden Begründungen und Belegen, eingereicht werden. Immerhin 27 Städte kamen dem nach und alle haben sie die Kriterien erfüllt.

Anfang November erfolgte in Krefeld, dem Geschäftssitz der AGFS, die Aushändigung der neuen Urkunden durch den Staatssekretär im Verkehrsministerium Günter Kozlowski. Für Essen unterschrieb sie Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger höchstpersönlich. "Die Verleihung dieser Urkunde ist ein Beleg für die Wertschätzung, die der Arbeit der für
Foto des OB bei der Unterzeichnung
Essens Oberbürgermeister Reiniger unterschreibt die Urkunde, rechts der Vorsitzende der AGFS, Krefelds OB Kathstede; Foto: Norbert Schläger, P3-Agentur
die Radverkehrsplanung zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch über die Stadtgrenze hinaus entgegengebracht wird", so Reiniger, der sich im übrigen erfreut darüber zeigte, dass die Anstrengungen der Stadt Essen für den Radverkehr durch die AGFS anerkannt werden.

Mit den Urkunden wird Essen sowie den anderen Städten für weitere sieben Jahre bis Ende 2014 das Prädikat "Fahrradfreundliche Stadt" verliehen. Das heißt aber ebenso, dass diese Städte auch Zukunft in ihren Anstrengungen, den Fahrradverkehr zu fördern, nicht nachlassen dürfen.

Auch in Essen besteht nach wie vor Handlungsbedarf. Genannt seien an dieser Stelle die weitere Schließung von Lücken im Hauptroutennetz -- z.B. durch das verstärkte Abmarkieren von Radfahrstreifen sowie die gegenläufige Öffnung von Einbahnstraßen. Notwendig ist auch die Sicherung der Radstation im Hauptbahnhof sowie die Fertigstellung der Radstation in Altenessen. Schlussendlich müssen auch die gelegentlichen Blockaden des Rechnungsprüfungsamtes gegenüber preiswerten Kleinstmaßnahmen aufhören. Nur das wird langfristig Essen auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt weiterbringen. Der Titel selbst steht schließlich nur auf dem Papier.

J.B.


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Winter 2007.
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