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RAD im Pott Winter 2007 Im Pott

Lieber Jörg Brinkmann,

nun ist es also soweit: du verlässt die Redaktion der "Rad im Pott".

Kann das überhaupt wahr sein, nach 15 Jahren unermüdlichen Engagements für die regionale Fahrradzeitschrift im westlichen Ruhrgebiet? Irgendwie können wir es uns noch nicht so recht vorstellen.

Schließlich warst du einer der ersten, die die Idee einer gemeinsamen ADFC-Zeitschrift aufgegriffen und entwickelt haben. Von Anfang an bist du dabei und hast ganz wesentlichen Anteil am Wachsen und Gedeihen der RIP. Aus einem dünnen blassen Heftchen wurde eine pralle informative Zeitschrift, die seit dem letzten Jahr sogar einen farbigen Einband zu bieten hat; von der inhaltlichen Weiterentwicklung gar nicht erst zu reden. "Man" kennt die RIP im Ruhrgebiet, man liest sie, man schätzt ihre kompetente Artikel und wartet auf ihr Erscheinen - auch in den Verwaltungen der beteiligten Städte.

All dies ist auch und vor allem dir zu verdanken, lieber Jörg. Unverzagt hast du die Arbeit be- und vorangetrieben, hast Artikel geschrieben, Themen aufgegriffen und verschriftlicht, immer wieder Mitstreiter gesucht und gefunden. Zahllose überlange Layoutsitzungen hast du überstanden, auch wenn manch einer schon mal an dir verzweifelte, wenn du auch nachts um drei noch auf ansprechendes Layout und korrekte Formulierungen bestanden hast. Danke für deine Standfestigkeit! So manches Wochenende ging dabei drauf und deine Frau brachte viel Verständnis und Geduld auf, um immer wieder auf dich zu verzichten.

Das alles wurde und wird getragen von deiner festen Überzeugung, dass es doch auch im Ruhrgebiet möglich sein muss, mit Spass und Freude Fahrrad zu fahren. Dies hast du schon zu einer Zeit vertreten, als noch niemand von "Industriekultur" redete. Erst recht konnte sich kaum jemand vorstellen, dass "der Pott" etwas anderes als dreckig und verqualmt sein sollte und dass sich gar einmal Touristen in diese Gegend verirren könnten. Mittlerweile begreifen die Ruhrgebietsstädte langsam, dass Rad fahren eine ernstzunehmende Form der Fortbewegung ist und zur urbanen Lebensqualität beitragen kann. "Fahrradfreundlich" sollte nicht länger nur ein schönes Etikett sein, das man sich auf die Ortseingangsschilder "heftet".

Zurück zu dir, lieber Jörg. Dass du dich nach langen Jahren aus der direkten Redaktionsarbeit zurückziehen willst, ist nachzuvollziehen und sei dir von Herzen gegönnt. Wir hoffen dennoch auf den ein oder anderen Artikel aus deiner fachkundigen Feder. Und wenn du mal wieder eine Pizza Funghi brauchst ... du weißt ja, wann und wo es sie gibt!

Die Redaktion der "Rad im Pott"


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Winter 2007.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de