Hafenbrücke gesperrt
Die Brücke über den Eisenbahnhafen (Ruhrort/Laar) ist seit Mitte März auf
unbestimmte Zeit gesperrt. Die Statik des bereits seit 1997 für LKW
gesperrten fast 100 Jahre alten Bauwerks ist zwar nicht akut gefährdet,
könnte aber durch einen weiteren Unfall, bei dem das Tragwerk beschädigt
würde, zum Einsturz gebracht werden. Es ist noch unklar, ob und wie die
Brücke saniert werden könnte und ob sich eine solche Reparatur noch lohnt.
Radler und Fußgänger sollten von der Sperrung ausgenommen bleiben, doch
wurde die Ausschilderung (Verbot für Fahrzeuge aller Art) erst auf
Intervention des ADFC so angepasst, dass dies auch tatsächlich möglich und
zulässig wurde.
Schulte-Marxloh-Straße
Die schon für das vergangene Jahr vorgesehenen Baumaßnahmen auf der
Schulte-Marxloh-Straße (Rückbau auf je eine Richtungsfahrbahn und Anlage
von Radfahrstreifen) haben endlich begonnen. Damit wurde der erste Schritt
der geplanten umfangreichen Radverkehrsförderung im Bezirk Hamborn (die
RiP berichtete) endlich angegangen. Nun sollten Kaiser-Friedrich-,
Schlachthof- und Ziegelhorststraße folgen.
Nachtabschaltung von Lichtsignalanlagen
Die Stadt plant insgesamt 420 Ampeln nachts abzuschalten. In den
Bezirksvertretungen gab es dazu teils erhebliche Sicherheitsbedenken. So
wurde z.B. befürchtet, dass es auf dem Straßenzug der ehemaligen B 8
zwischen Hamborn und Marxloh wieder zu verstärkten Autorennen kommen wird,
wenn es keine bremsenden Ampeln mehr gibt. Auch um die Sicherheit von
Radfahrer, Fußgängern und den ÖPNV sowie die durch Lichtsignale
beschleunigte Straßenbahn sorgten sich die Bezirkspolitiker und stellten
jede Menge Ausnahmen von der vorgeschlagenen Liste, zum großen Teil
einstimmig. Im Verkehrsausschuss und im Rat teilten aber nur SPD und Linke
diese Befürchtungen und lehnten die uneingeschränkte Liste ab. Bleibt zu
hoffen, dass sich die Befürchtungen der Politiker vor Ort nicht
bewahrheiten und schwere Unfälle möglichst nicht eintreten werden.
Erneuerung Karl-Lehr-Brücke
Noch in diesem Jahr soll mit der Erneuerung der Brücke über den
Vinckekanal begonnen werden. Die Planung sah neben Rad- und Fußwegen und
einem eigenen Gleiskörper für die Straßenbahn auch zwei Fahrstreifen je
Richtung für den Autoverkehr vor. Um Ruhrort vor einer übermäßigen
Umweltbelastung (Stichworte Lärm und Feinstaub) zu schützen, soll es jetzt
nur jeweils einen Fahrstreifen geben. Der gewonnene Platz soll dem
Radverkehr zu Gute kommen.
Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Sommer 2007.
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