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RAD im Pott Sommer 2007 Essen

Radverkehrsunfälle 2006

Leicht rückläufig gegenüber 2005 war im vergangenen Jahr die Zahl der verunglückten Radfahrer in Essen - trotz des bis auf wenige Ausnahmen außerordentlich schönen Sommers und der lang anhaltenden Schönwetterperiode im Herbst, welcher die Radfahrsaison nachhaltig verlängerte. Während die Zahl der schwerverletzten Radler von 47 auf 41 und die der leichtverletzten von 231 auf 212 sank, gab es immerhin zwei tödlich verletzte Radler zu beklagen (2005 nur einer).

Auffällig ist die steigende Zahl bei den mit dem Rad verunglücktern Kindern, dies allerdings bei insgesamt niedrigen Zahlen (von 5 auf 8). Noch Erschreckender sieht es bei den radfahrenden Senioren aus: hier gab es 2005 immerhin 35 Verunglückte gegenüber 30 im Vorjahr zu verzeichnen.

J.B.


Verkehrswacht kümmert sich verstärkt um Radverkehr

Vor einiger Zeit gab es ein Informationstreffen der Fahrradverbände mit der Verkehrswacht Essen. Deren Vorsitzender Karls-Heinz Webels stellte dabei in einem Vortrag seine Organisation und ihre Ziele vor. Die Hauptbetätigungsfelder liegen vor allem in den Bereichen
Foto der drei Herren im Rathaus
Bei einem Treffen im Rathaus (v.l.n.r.): Karl-Heinz-Webels (Verkehrswacht), Jörg Brinkmann (ADFC) und Rolf Fliß, Bürgermeister und EFI-Sprecher
Verkehrsaufklärung und Unfallprävention. Dazu zählen u.a. die Pkw-Sicherheitstrainings auf dem Verkehrsübungsplatz in Frillendorf, Mofa-Ausbildungen, Seh- und Reaktionstests sowie Aktionen und Kampagnen zu Schulbeginn.

Der Zielgruppe der Radfahrer ist man seit Jahrzehnten vor allem mit den vier Jugendverkehrsschulen an der Gruga, im Nordviertel sowie in Borbeck und Frillendorf verbunden. Fast jeder Viertklässler in Essen dürfte in der Vergangenheit damit zu tun gehabt haben - vielleicht auch der eine oder andere RAD im Pott-Leser in seiner Jugend. Sie dienen als Vorbereitung für die obligatorische "Radfahrprüfung", die abschließend im realen Straßenverkehr stattfinden.

In Zeiten des demographischen Wandels hat man gemeinsam mit der Polizei verstärkt auch die radfahrenden Senioren als Zielgruppe ins Visier genommen, um diesen einen sicheren Umgang mit dem Fahrrad zu vermitteln. Das geschieht zunächst im Schonraum der Jugendverkehrsschulen, später dann auch auf der Straße, z.B. als begleitete Radtour.

In der Vergangenheit hat die Verkehrswacht in Zusammenarbeit mit dem Straßenverkehrsamt, in dem Karl-Heinz We bels übrigens Abteilungsleiter ist, sowie mit der Polizei die "Verkehrssicherheitstage" durchgeführt. Zunächst nur in verschiedenen Stadtteilen ausgerichtet, fanden sie zuletzt immer am Baldeneysee am Haus Scheppen statt. Da das Land inzwischen die Förderung für diese früher recht umfangreiche Veranstaltung stark reduziert hat, wird sie inzwischen nur noch von der Polizei für die Zielgruppe der Motorradfahrer durchgeführt.

Die Verkehrswacht Essen möchte in Zukunft, auch um der immer noch mangelnden Akzeptanz des Radverkehrs entgegen zu wirken, verstärkt mit ADFC und EFI zusammenarbeiten. Eine Idee wäre z.B. eine wie auch immer geartete Veranstaltung rund ums Radfahren auf dem Verkehrsübungsplatz Frillendorf.

Weitere Informationen über die Verkehrswacht Essen sind erhältlich unter: Tel. (0201) 78 65 26 oder per E-mail unter info@verkehrswacht-essen.de


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Sommer 2007.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de