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RAD im Pott Sommer 2007 Brücke über den

Die für den lokalen MüGa- und überregionalen Ruhrradweg so wichtige Brücke Zur Aue zwischen dem Broicher Fossilienweg und der Saarner Aue ist (so der Stand bei Redaktionsschluss) am 25.05. nach vollständiger Erneuerung wieder eröffnet worden. Die Umleitung wurde trotz vorbildlicher Beschilderung durch den RVR häufig von Ortskundigen nicht wahrgenommen. In der Folge blieben Schloß Broich, Camera Obscura und Ringlokschuppen als touristische Ziele im wörtlichen Sinne links liegen. Einzelne Lokalpolitiker kritisierten die hohen Wiederbeschaffungskosten der Brücke. Obwohl die Stadt unbestritten viel Geld investierte, lässt diese Kritik doch erkennen, wie weit auch mancher Ortspolitiker sich von der Lebenswirklichkeit seiner Mitmenschen befindet. Die Erschließung des Ruhrtals für Erholung und sanfte Mobilität bildet schließlich den Kern für die gewonnene und zu sichernde Lebensqualität in der Stadt.

Keine freie Bahn(-straße) für Radler

Seit Mitte Mai steht für Kraftfahrzeuge eine neue Ost-West-Verbindung vom Bahnhof/Forum in Richtung Ruhr zur Verfügung. Die Bahnstraße wurde nach erfolgtem Ausbau zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder für den Zweirichtungsverkehr eröffnet. Für den Radverkehr bleibt allerdings alles beim Alten. Nördlich der Bahnbögen steht nämlich schon seit acht Jahren eine parallele Verbindung vom Hauptbahnhof über die Max-Kölges- und Heinrich-Melzer-Straße in Richtung Ruhr zur Verfügung. Ein fehlendes Teilstück wurde im Bereich eines Schotterparkplatzes seinerzeit provisorisch hergerichtet und wurde nun allerdings im Rahmen des Ausbaus des Parklatzes in "Radwege-Rot" gepflastert. Etwas sehr gedankenlos wurde kurz vor Redaktionsschluss am Ende dieses Weges ein "Drängelgitter" der übelsten Sorte aufgestellt, so dass man sich über die weitere Barrierefreiheit des Weges z.B. für Behindertenräder oder Kinderanhänger wohl keine Gedanken mehr machen muss. Mal sehen, wann hier Abhilfe geschaffen wird. Die Stadt hat übrigens die Bahnstraße in Fahrtrichtung Westen für Radler aufgrund der Busspur gesperrt. Eine Mitbenutzung der Busspur schloss man wegen der signaltechnischen Steuerung der Busse und deren hoher Fahrzeugfrequenz aus. Die links daneben befindliche Fahrspur für den Individualverkehr ist verständlicherweise keine Alternative.

Ruhrauenweg wird konkret

In Folge eines kartographischen Fehler besteht dieser Weg zumindest auf dem Papier des Mülheimer Radplans bereits seit 2002. Nun haben die Städte Oberhausen und Mülheim allerdings konkrete Planungen für einen Weg von Mülheim- Styrum nach Oberhausen-Alstaden durch die dortige Ruhraue aufgenommen. Der Einstieg soll unweit des Naturfreibades an der Raffelbergbrücke erfolgen. In nördlicher Richtung werden zwei Eisenbahnbrücken unterquert. Sodann wird der Weg auf Höhe der Straße Am Ruhrufer mittels einer Rampe auf den dortigen Deich geführt. Anlässlich des Weges sollen die bestehenden Trampelpfade am Ruhrufer gesperrt werden. Die Rahmenplanung für den Ruhrradweg sah den Bau dieses Weges für das Jahr 2010 vor. Ob die Städte Oberhausen und Mülheim diesen Realisierungszeitpunkt einhalten können, wird wohl ausschließlich von möglichen Fördermitteln abhängen.

Mülheimer Radplan - Neuauflage im Endspurt

Der ADFC, die MST und das kartographische Fachamt der Stadt Mülheim arbeiten zur Zeit intensiv an der 4. Auflage des Mülheimer Radplanes. Das bewährte Konzept wird zwar beibehalten, jedoch mit deutlich größerem Kartenausschnitt. Die Nachbarstädte Duisburg und Essen sind erstmalig einschließlich der Innenstädte abgebildet. Hierbei werden selbstverständlich auch in den Nachbarstädten die für den Radverkehr relevanten Informationen dargestellt.

Fahrradfrühling passte erfolgreich Regenwolken ab

Da im Mai 2006 das kalte und nasse Wetter scheinbar nicht enden wollte, lockte der Fahrradfrühling in diesem Jahr zunächst deutlich weniger Besucher als üblich. Messbar war dies auch an der Teilnehmerzahl des Volksradfahrens. Es nahmen im Gegensatz zu den üblichen rund 1000 Radlerinnen und Radler nur 400 teil. Vormittags endete der Regen dann allerdings noch so rechtzeitig, dass sich zusammen mit einigen Sonnenstrahlen auch beinahe der gewohnte Besucheransturm einstellte. Insgesamt mal wieder eine lockere, informative und entspannte Veranstaltung rund ums Radfahren in Mülheim.

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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Sommer 2007.
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