Die für den lokalen MüGa- und überregionalen Ruhrradweg so wichtige Brücke
Zur Aue zwischen dem Broicher Fossilienweg und der Saarner Aue ist (so der
Stand bei Redaktionsschluss) am 25.05. nach vollständiger Erneuerung
wieder eröffnet worden. Die Umleitung wurde trotz vorbildlicher
Beschilderung durch den RVR häufig von Ortskundigen nicht wahrgenommen. In
der Folge blieben Schloß Broich, Camera Obscura und Ringlokschuppen als
touristische Ziele im wörtlichen Sinne links liegen. Einzelne
Lokalpolitiker kritisierten die hohen Wiederbeschaffungskosten der Brücke.
Obwohl die Stadt unbestritten viel Geld investierte, lässt diese Kritik
doch erkennen, wie weit auch mancher Ortspolitiker sich von der
Lebenswirklichkeit seiner Mitmenschen befindet. Die Erschließung des
Ruhrtals für Erholung und sanfte Mobilität bildet schließlich den Kern für
die gewonnene und zu sichernde Lebensqualität in der Stadt.
Keine freie Bahn(-straße) für Radler
Seit Mitte Mai steht für Kraftfahrzeuge eine neue Ost-West-Verbindung vom
Bahnhof/Forum in Richtung Ruhr zur Verfügung. Die Bahnstraße wurde nach
erfolgtem Ausbau zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder für den
Zweirichtungsverkehr eröffnet. Für den Radverkehr bleibt allerdings alles
beim Alten. Nördlich der Bahnbögen steht nämlich schon seit acht Jahren
eine parallele Verbindung vom Hauptbahnhof über die Max-Kölges- und
Heinrich-Melzer-Straße in Richtung Ruhr zur Verfügung. Ein fehlendes
Teilstück wurde im Bereich eines Schotterparkplatzes seinerzeit
provisorisch hergerichtet und wurde nun allerdings im Rahmen des Ausbaus
des Parklatzes in "Radwege-Rot" gepflastert. Etwas sehr gedankenlos wurde
kurz vor Redaktionsschluss am Ende dieses Weges ein "Drängelgitter" der
übelsten Sorte aufgestellt, so dass man sich über die weitere
Barrierefreiheit des Weges z.B. für Behindertenräder oder Kinderanhänger
wohl keine Gedanken mehr machen muss. Mal sehen, wann hier Abhilfe
geschaffen wird. Die Stadt hat übrigens die Bahnstraße in Fahrtrichtung
Westen für Radler aufgrund der Busspur gesperrt. Eine Mitbenutzung der
Busspur schloss man wegen der signaltechnischen Steuerung der Busse und
deren hoher Fahrzeugfrequenz aus. Die links daneben befindliche Fahrspur
für den Individualverkehr ist verständlicherweise keine Alternative.