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RAD im Pott Sommer 2007 Oberhausen

Radwanderrouten auf alten Gleisstrecken oder an Flussläufen

Fahrradfreundlicher Stadtumbau

Nachdem in der letzten Ausgabe der Oberhausener Fahrradbeauftragte Dieter Baum die geplanten Umbaumaßnahmen an Verkehrsanlagen vorgestellt hat, werden in dieser Ausgabe kürzlich abgeschlossene Maßnahmen und Pläne zum Ausbau von Radwanderrouten auf Oberhausener Stadtgebiet vorgestellt.

1. Am 10. Mai feierte der RVR mit Bürger/innen und Politiker/innen aus Oberhausen und Duisburg gemeinsam mit dem NRW-Minister für Umwelt und Naturschutz, Herrn Uhlenberg, die offizielle Eröffnung der HOAG-Trasse. Nach über vier Jahren Bauzeit (ganz abgeschlossen ist die Baumaßnahme auf der Fläche der ehemaligen Zeche Sterkrade noch immer nicht - hier ist der Spätsommer im Gespräch) ist das Rheinufer in Duisburg-Walsum für Radler aus Oberhausen ein deutliches Stück näher gerückt. Auf einer Länge von ca. 12 km ist die ehemalige Bahntrasse zu einem Fuß- und Radweg mit wassergebundener Decke umgebaut worden. Durch Verknüpfungen mit dem Grünen Pfad, dem Emscherradweg und den Radwegen an der alten Emscher ist ein engmaschiges Freizeitparadies für Radler entstanden.

2. Im Jahr 2005 wurde der Umbau einer ausgedienten Bahntrasse angekündigt, die das Knappenviertel mit dem Ruderalpark Frintrop und dem Gehölzgarten Ripshorst verbinden solle. Nachdem die Trasse samt Anlagen 2005 vom RVR erworben wurde, war es still um diese Maßnahme geworden. Durch den "Masterplan Emscher Landschaftspark" kommt wieder Bewegung in das Projekt, bei dem zunächst ein 1,2 km langes Teilstück, ausgehend von der Mellinghofer Straße über das Gelände des ehemaligen Stahlwerks in den südlichen Teil des Gehölzgartens Ripshorst verwirklicht werden soll (fertig im Herbst 2008). Weiter besteht die Absicht, einen Wegeabzweig
Foto einer Karten-Tafel mit Aufschrift HOAG
unter die neue Brücke Ripshorster Straße hindurch in Richtung Essen-Dellwig zu bauen.

3. Nachdem viele Ruhrtal-Anrainerstädte ihren Abschnitt am Ruhrtalradweg aufgewertet haben, soll auch auf dem Teilsück in Oberhausen etwas passieren. Geplant ist einen neuen Weg in unmittelbarer Ufernähe zu bauen (siehe hierzu S.XX). Damit hätte auch Oberhausen "ein starkes Stück" Ruhrtalradweg. Leider ist der Zeitrahmen sehr weit gesetzt und mit einem Abschluss vor 2010 nicht zu rechnen. Dadurch verpasst die Politik eine große Chance, der Alt-Oberhausener Tourismussparte etwas Gutes zu tun. Immerhin sollen die Fernradwanderer in der Nähe des Alstadener Biotops eine Wegetafel in Richtung Alt-Oberhausener Innenstadt erhalten mit Hinweisen auf Attraktionen und Unterkünfte.

4. Dass Totgesagte manchmal länger leben, bezeugt auch das Schicksal der ehemals geplanten Radtrasse von Styrum über den Rhein-Herne-Kanal nach Duisburg-Meiderich-Süd. Dem in den Wirren der Transrapidplanungen untergegangenen Projekt wird gerade von der Verwaltung der Stadt Oberhausen neues Leben eingehaucht. Wenn die Städte Mülheim und Duisburg mitziehen, werden die drei Städte den RVR bitten, die ursprünglichen Pläne neu aufzunehmen und die notwendigen Schritte zur Realisierung einzuleiten.

5. Am einstigen Premiumradweg am Ufer des Rhein-Herne-Kanals zwischen Einbleckstraße und Stadion Niederrhein nagt der Zahn der Zeit. Neben den vielen Schlaglöchern und dem offenen groben Schotter vermiest der Staub Fußgängern und Radfahrern die Laune. Jeder Radler zog im April nach vier Wochen Trockenheit eine solche Staubwolke hinter sich her, als würde sich ein 30-Tonner dort bewegen. Dass eine Asphaltdecke Abhilfe schaffen könnte, sieht jetzt auch der für die Unterhaltung zuständige RVR ein. Zunächst werden zwar nur die zu/von den Straßen auf/abführenden Wege neu hergestellt, mittelfristig soll dann auf dem gesamten Streckenabschnitt die wassergebundene Decke verschwinden.



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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Sommer 2007.
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