<< "Mit dem Rad zur Arbeit" startet am 1. Juni 2007 zurück zur Jahresübersicht best for bike 2007 >>


RAD im Pott Sommer 2007 Im Pott

HOAG-Radtrasse freigegeben

Mitte Mai wurde an der nördlichen Stadtgrenze von Oberhausen und Duisburg mit der HOAG-Bahntrasse ein weiterer, immerhin 12 Kilometer langer neu-er Radwanderweg freigegeben (HOAG = Hüttenwerke Oberhausen AG). Bei dieser Bahnstrecke handelt es sich um eine 1905 eröffnete Güterzugtrasse, die den Rheinhafen in Walsum mit den Zechen und den Stahlhütten in Sterkrade verband. 1995 erfolgte die Stilllegung. 2001 erwarb der Regionalverband Ruhrgebiet (RVR) die Trasse und begann ein Jahr später mit dem schrittweisen Umbau zu einem Rad- und Wanderweg. Bis auf ein kleines Teilstück über das ehemalige Zechengelände Sterkrade (zwischen Weier- und Von-Trotha-Straße), welches erst im Sommer endgültig fertiggestellt werden wird, kann nun die ehemalige Bahntrasse auf voller Länge befahren werden.

7 Millionen Euro hat die Umgestaltung gekostet. Geld, welches gut angelegt ist, verbindet die neue Radtrasse nahezu autofrei in einem großen Bogen Duisburg-Walsum mit Oberhausen-Sterkrade und in weiterem Verlauf
Foto der Freigabe mit den Politikern beim Durschneiden des Eröffnungsbandes
Freigabe der HOAG-Radtrasse u.a. durch NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg und Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland
Oberhausen-Buschhausen, wo sie Anschluss an den "Grünen Pfad" findet, auf dem die Radler dann bis zum Landschaftspark Duisburg-Nord weiterrradeln können. 16 Brücken und Unterführungen sind saniert worden, wobei dort auch die farbigen 1,50 Meter hohen Spielfiguren aus Beton als ein typisches Symbol der HOAG-Trasse zu finden sind. Unterwegs findet man diverse Rastplätze und als Besonderheit Fahrradparcours für Kinder.

Aus ADFC-Sicht bemerkenswert ist, dass im Sterkrader Bereich ein etwa 2 Kilometer langes Teilstück der HOAG-Bahn asphaltiert wurde. Ansonsten besteht die Fahrbahn der Radtrasse wie gehabt aus der bei Radlern unbeliebten, weil verschleiß- und staubanfälligen wassergebundenen Decke. Nach Auskunft des RVR bedeutet dies allerdings keinen Umdenkungsprozess, vielmehr sah man sich durch den dort besonders stark mit industriellen Altlasten verseuchten Boden zu diesem Schritt veranlasst.

Schade eigentlich, denn zum einen haben die Erfahrungen mit wassergebundenen Wegedecken gezeigt, dass diese häufig innerhalb weniger Jahre durch Verschleiß und Erosion wieder zum Sanierungsfall werden, zum anderen war speziell in dem zurückliegenden, besonders trockenen April (vom letztjährigen Sommer ganz zu schweigen) wieder einmal zu spüren, dass derartige Wege zu Staubfallen avancieren.

J.B.


<< "Mit dem Rad zur Arbeit" startet am 1. Juni 2007 zurück zur Jahresübersicht best for bike 2007 >>


Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Sommer 2007.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de