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| RAD im Pott Sommer 2007 | Rad Im Pott Jubiläum |
Die RAD im Pott ist im Prinzip das Ergebnis einer Neustrukturierung des ADFC in Nordrhein-Westfalen zu Beginn der 90er Jahre. Bis 1991 gab es in NRW neben dem Landesverband die Bezirksverbände sowie etliche Ortsgruppen. Die ADFCler in Duisburg, Oberhausen und Mülheim gehörten zum Bezirksverband Düsseldorf, Essen hingegen zu Dortmund. In Düsseldorf brachte man damals die Zeitschrift "Radsam" heraus -- langjährige ADFC-Mitglieder werden sich vielleicht noch daran erinnern -- aus Dortmund kam die Zeitschrift "FahrRad". Letztere zeichnete sich dadurch aus, dass so gut wie nie etwas über Essen drin stand. In Essen selbst gab die unabhängige EFI alle zwei Monate einen Rundbrief heraus, den die
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Im Zuge der Neustrukturierung des ADFC erfolgte 1991 die Auflösung der Bezirksverbände in NRW. Viele Ortsgruppen avancierten zu offiziellen Kreisverbänden, so z.B. in Duisburg, Oberhausen und Mülheim, mit etlicher Verspätung schließlich auch in Essen.
Die Initiative zur Herausgabe einer gemeinsamen Fahrradzeitschrift kam aus Duisburg und Oberhausen, die treibenden Kräfte waren Michael Steinbach und Markus Westphalen. Ende September 1991 gab es ein erstes Vorbereitungstreffen mit der Zielsetzung, im darauffolgenden Frühjahr ein erstes Heft herauszubringen. Allerdings gab es doch größere Probleme als gedacht. So musste man sich beim ADFC-Duisburg erst einmal darüber einig werden, ob man sich nicht doch lieber an einer örtlichen Umweltzeitung beteiligen wollte. In Essen stand als Kooperationspartner zunächst "nur" die EFI zur Verfügung, was eine Einbeziehung der dortigen ADFC-Mitglieder schwierig machte. Auch die Namensgebung gestaltete sich recht mühsam. Der ins Auge gefasste Titel "RAD im Pott" war nicht unumstritten, da die eigentlich gewollte Assoziation mit dem "Ruhrpott" einigen ADFClern Bauchschmerzen bereitete. Nur knapp konnte der Name sich durchsetzen.
Ende Juni 1992 war es dann aber soweit. Die erste "RAD im Pott" erschien mit 32 Seiten und einer Auflage von 2500 Heften. Seither wurde kontinuierlich die Auflage erhöht, inzwischen sind es 6000 Hefte pro Ausgabe, anlässlich der Fahrradmesse in diesem Februar waren es sogar 7000! Dieser Umstand dürfte allerdings genauso einmalig gewesen sein wie der rekordverdächtige Umfang besagten Heftes mit 84 Seiten. Ansonsten hat sich die Seitenzahl zwischen 50 und 70 Seiten eingependelt - je nach Anzahl der Anzeigen.
Äußerlich hat sich die RAD im Pott nur unwesentlich geändert: 1996 erfolgte die Umstellung der äußeren Umschlagseiten sowie des Radtourenkalendariums in der Heftmitte von blauem auf hellgraues Papier, 2004 rückten die Radtourenseiten von der Heftmitte ans Ende, was eine
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Relativ wenig geändert hat sich bei der Herstellung der RAD im Pott die Arbeitsweise. Nach wie vor gilt es, die Ansprüche von vier Städten unter einen Hut zu bringen, was schon mit der Plazierung einer jeden Stadt im Heft beginnt. Mittels Rotation wird hierbei versucht, allen gerecht zu werden. Sind mehr Texte als Platz vorhanden, gilt es zu selektieren bzw. zu kürzen. Dabei wird natürlich versucht, dass kein Text sinnentstellt wird bzw. kein Autor sich "über den Tisch gezogen" fühlt.
Leider ziehen sich -- sehr zur "Freude" des ehrenamtlich tätigen Redaktionsteams -- die Layoutsitzungen nach wie vor bis weit nach Mitternacht hin. Ausschlaggebend ist dabei noch nicht einmal die vielleicht etwas vorsintflutliche PC-Technik, mit der sich die Redaktion inzwischen leidlich arrangiert hat. Hauptursache sind neben den oben genannten Befindlichkeiten immer wieder nicht rechtzeitig zum Redaktionsschluss vorliegende Texte und Bilder, die das RiP-Team regelmäßig zur Verzweiflung bringen. Ärgerlich sind auch überlange Texte beispielsweise bei den Radtourenankündigungen, die dann mühsam gekürzt werden müssen. Dabei sind es gerade die Radtourenseiten, die von vielen RiP-Leser zuerst gelesen werden. Um diese übersichtlich zu halten, ist die Redaktion bemüht, diese kurz und prägnant zu formulieren.
Ein Schwerpunkt der RAD im Pott ist und bleibt aber vor allem die lokale Radverkehrspolitik, hinzu kommen Informations- und Servicethemen zu allen möglichen (Fahrrad-)Bereichen, wobei natürlich auch über den eigenen Tellerrand hinaus geschaut wird. Ob und inwiefern die RAD im Pott dabei auch (Radverkehrs-) politischen Einfluss hat, darüber lässt sich trefflich spekulieren. Gelesen wird sie in den Rathäusern aber offenbar schon, was immer wieder Reaktionen auf einzelne Artikel belegen.
Festzustellen ist, dass sich seit Erscheinen der RAD im Pott in den beteiligten Städten beim Radverkehr doch einiges zum Positiven hin verändert hat. So sind Essen, Mülheim und Oberhausen beispielsweise Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft "Fahrradfreundliche Städte" geworden. Dennoch hat es immer wieder Rückschläge gegeben, die selbst durch eine Thematisierung in der RAD im Pott nicht verhindert werden konnten.
Die ADFC-Mitglieder bekommen die RAD im Pott direkt nach Hause geliefert, dieser Service ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Das betrifft etwa ein Drittel aller Hefte, die anderen werden bei Infoständen verteilt sowie in den örtlichen ADFC-Geschäftsstellen, bei Fahrradhändlern, Szenekneipen, Kinos, Stadtbibliotheken, Volkshochschulen usw. zur kostenlosen Mitnahme ausgelegt, wo sie manchmal nach nur wenigen Tagen vergriffen sind.
Das Redaktionsteam der RAD im Pott war in der ersten Zeit einer mehr oder weniger starken Fluktuation unterworfen. Mit dem derzeitigen Team, bestehend aus Peter Gölz (Duisburg), Helmut Voß (Mülheim/Oberhausen) und
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Insgesamt hat sich die RAD im Pott in ihrer Art zu einer allseits
akzeptierten Fahrradzeitschrift gemausert. Und das soll natürlich so
bleiben -- auch in den kommenden Jahren!
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