<< Fitnesstour für Frauen / Die 20 schönsten Touren zurück zur Jahresübersicht Projekt "Neue Wege zum Wasser" hinterlässt erste Spuren >>


RAD im Pott Herbst 2007 Mülheim

Rad-News für Mülheims Radlerinnen + Radler

Untere Saarlandstraße mit "Radweg"

Im Rahmen eines Deckenüberzuges erhielt die Untere Saarlandstraße von der Mendener Brücke bis zum Lohbecker Berg einen Mehrzweckstreifen. Somit ist auf dieser wichtigen Verbindung zwischen Saarn und Holthausen bergauf das Rad fahren etwas angenehmer und sicherer geworden. Nach Aussage der
Foto des Mehrzweckstreifens an der Unteren Saarlandstraße
Verwaltung reichte der Fahrbahnquerschnitt in Gegenrichtung und im weiteren Verlauf der Straße nicht für eine weitergehende fahrradfreundliche Lösung. Es empfiehlt sich also, ab Lohbecker Berg eine Fahrtroute durch die Parkanlage Witthausbusch zu wählen.

Innenstadt ist Fahrradpark-Wüste

Der Baufortschritt in der Mülheimer Innenstadt fordert nun Opfer in Form der letzten noch verbliebenen Fahrradständer. Die bewachte Abstellanlage am provisorischen Standort (Parkhauszufahrt Kaufhof) ist gewissermaßen der letzte Posten eines zivilisierten, sicheren und geordneten Fahrradparkens. Dabei sind adäquate Ersatzstandorte bereits bei der Planung der Straßen und Plätze vorgesehen worden. So soll auch wieder der beliebte Standort am Fußgängerüberweg Schlossstrasse/Friedrich-Ebert-Straße hergestellt werden.
Foto eines an einer Laterne angeschlossenen Fahrrades
Der übliche Bauablauf konzentriert sich allerdings schwerpunktmäßig zunächst auf den Abschluss des Straßenbaus. Erst dann erfolgt in der Regel schrittweise die Austattung mit dem Straßenmobiliar. Ungeachtet möglicher Gründe für dieses Vorgehen bleibt das "Baustellenfeeling" der Bevölkerung hierdurch noch etwas länger erhalten.

Ausbau der Ruhrorter Straße kommt auf Touren

Der Straßenausbau konzentrierte sich zunächst im Sommer auf den Einmündungsbereich zur Duisburger Straße und wird nun bis zum Kreisverkehr an der Weseler Straße jeweils halbseitig ausgedehnt. Im Ergebnis entstehen für den Radverkehr beidseitige Radwege bzw. Radfahrstreifen, wodurch der
Baustelle an der Ruhrorter Straße
Radwegetorso am Kreisverkehrsplatz auch seine zugedachte Fortführung findet

MST sorgt für Umleitungsbeschilderung

Spätestens mit der Eröffnung des Ruhrradweges präsentierte sich die Stadt bei geschlossenen Veranstaltungen im Müga-Park gegenüber Fahrradtouristen alles andere als gastlich und zuvorkommend. Sie wurden nämlich mehrmals im Jahr an Wochenenden vor den geschlossen Toren bzw. Kassenhäuschen sich selbst überlassen, entsprechende Beschwerden blieben natürlich nicht aus. Zum Ritterfest im August erfolgte daher der Probelauf für eine Umleitungsbeschilderung für den Ruhrradweg ruhrauf und -ab mittels Laminierfolie und Kabelbinder. Für die kommende Veranstaltungssaison soll dann die beschilderte Umleitungsroute, welche u.a. über die Mühlenbergkreuzung verläuft, ortsfest ausgeschildert werden.

Frohnhauser Weg erhält Schutzstreifen

Leider beschränkt sich die Maßnahme auf den breiten Straßenabschnitt zwischen Reuterstraße und Dessauer Straße anlässlich einer dort geplanten Fahrbahninstandsetzung im Rahmen des jährlichen Straßenbauprogrammes. Die übrigen Abschnitte des Frohnhauser Weges mit holpriger und schmaler Fahrbahn (und ohne Radverkehrsanlagen) warten wohl auch die nächsten Jahre mangels Finanzierung auf einen Ausbau.

ADFC-Tourenstart am Hauptbahnhof

Der ADFC Oberhausen-Mülheim beginnt seine beliebten geführten Tagestouren seit letztem Frühjahr verstärkt vom Mülheimer Hauptbahnhof vor der Radstation. Zwar hat die Radstation am Bahnhof Styrum als Ausgangspunkt für eine Radtour auch unbestrittene Vorteile (ÖPNV-Anbindung, Reiseproviant), doch liegt der Stadtteil Styrum nun mal für die Mehrzahl der Mülheimer weniger nah als der Hauptbahnhof. Der noch vom ausgeschiedenen Tourenreferenten Günter Asbach eingeführte Treffpunkt soll auch in der nächsten Tourensaison zumindest als zusätzlicher Startpunkt angeboten werden, um allen Mülheimer den Einstieg zu einer ADFC-Radtour so bequem wie möglich zu machen.

"Schmerzfrei Radfahren"

Ergonomie am Rad

So gesund Radfahren im Allgemeinen auch ist, so gibt es dennoch des Öfteren unangenehme Begleiterscheinungen. Beispielsweise können Taubheitsgefühle in den Händen, Schmerzen im Rückenbereich und Knieprobleme den Spaß verderben. Häufiger Grund für die Probleme ist der nicht optimal gestaltete Übergang zwischen Mensch und der Maschine "Fahrrad". Derzeit plant der ADFC Oberhausen eine weitere Informationsveranstaltung in Zusammenarbeit mit der AOK und dem Reha-Zentrum OB. Über die sportmedizinischen Zusammenhänge und die technische Umsetzung am Rad soll anschaulich informiert werden. Leider stand der Termin bis zum Redaktionsschluss noch nicht fest. Über die Tagespresse in Oberhausen werden Ort und Zeit bekannt gemacht.

Weitere Informationen gibt es bei Burkhard Schmidt unter (0208) 960 36 51 (abends ab 18.00 Uhr).

Interessantes zum Thema findet sich ebenfalls auf der www.adfc.de-Homepage unter "Gesundheit" - "Praxis".

CentrO-Radweg und noch kein Ende

Im Winter des letzten Jahres hat sich der ADFC wegen des schlechten Zustandes des Radweges zwischen Essener Straße und Alte Walz mit Spurrillen und Löchern an das CentrO-Management gewandt, das für die Pflege des Weges zuständig ist. Der ADFC schlug eine grundlegende Sanierung, z.B, durch Asphaltierung, vor. Doch das CentrO-Management entschied sich für die preiswerteste Lösung: neuen Schotter. Das Ergebnis war voraussehbar - und ist auch eingetreten: die Löcher sind wieder genau so groß wie zuvor. Daher hat sich der ADFC-Vorstand wieder an das CentrO-Mangement gewandt, um dem Missstand abzuhelfen. Eine gemeinsame Ortsbesichtigung ist vorgeschlagen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Mit Spannung wartet der ADFC auf die Reaktion.

vb

Radtrassen ein Renner

Das Radroutennetz im Ruhrgebiet besitzt mittlerweile zentrale Knotenpunkte für den Radverkehr mit einem extrem hohen Nutzungsaufkommen. Einer davon ist zweifelsohne der Kreuzungsbereich der Zollvereintrasse mit der Erzbahntrasse in Bochum. ADFC-Landesvorstand Ulrich Syberg hat sich die Mühe gemacht und die vorbeifahrenden Radler am 1. Mai bei schönstem Wetter in der Zeit von 12 bis 13 Uhr gezählt. Laut WAZ-Bericht vom 19. Mai waren es genau 636 Radfahrer, hochgerechnet auf den gesamt Tag haben ca. 6000 RadlerInnen die Kreuzung befahren.

Der Ruhrtalradweg gilt allgemein als der am stärksten frequentierte Radweg im Ruhrgebiet. Können die neuen Radtrassen im Norden mit dem Klassiker mithalten? Um die Frage zu beantworten, setzte ich mich am Fronleichnamstag, den 7. Juni, bei schönstem Wetter auf eine Bank am Ruhrufer in Essen-Steele unmittelbar an der Kurt-Schumacher-Brücke und notierte von 10 bis 11 Uhr die vorbei fahrenden RadlerInnen. Heraus kam die Zahl 788, auf den Tag hochgerechnet waren dort ca. 8000 RadlerInnen unterwegs. Die Radtrassen im Norden haben also enorm an Attraktivität gewonnen, an schönen Tagen sind auch dort die Kapazitätsgrenzen erreicht, wenn man berücksichtigt, dass zahlreiche Fußgänger ebenfalls unterwegs sind.

Deutlicher können Bürger und Bürgerinnen ihre Präferenzen nicht zum Ausdruck bringen. An die verantwortlichen Politiker kann man nur appellieren, das vorhandene freizeitbezogene Radroutennetz zu pflegen und weiter auszubauen. Dass Politiker im Wahlkampf mit Radverkehrsförderung sicher punkten können, hat die SPD in Oberhausen bereits zweimal, 1999 und 2004, bewiesen.



<< Fitnesstour für Frauen / Die 20 schönsten Touren zurück zur Jahresübersicht Projekt "Neue Wege zum Wasser" hinterlässt erste Spuren >>


Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Herbst 2007.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de