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RAD im Pott Herbst 2007 Duisburg

Radstation am Hauptbahnhof -- Sicherheit und guter Service

Endlich, nach mehr als zehn Jahren zähen Ringens wurde die Duisburger Radstation unter dem UCI-Kino am Osteingang eröffnet. 450 Abstellplätze stehen zur Verfügung. OB Adolf Sauerland sowie Planungsdezernent Jürgen Dressler, der sonst nicht gerade als Förderer des Radverkehrs bekannt ist, ließen es sich nicht nehmen, die Station im Rahmen der Duisburger Umwelttage zu eröffnen. Es regnete in Strömen, aber die Gesichter der Anwesenden strahlten. Mehrfach politisch totgesagt, war es doch noch gelungen, diesen wichtigen Baustein der Fahrradförderung fertig zu stellen.

Obwohl nicht im Blitzlichtgewitter der Presse stehend, freute sich besonders eine Frau, ohne die die Radstation nur ein Traum des ADFC
Foto des Einganges der RadStation mit Fahrrad davor
geblieben wäre: Claudia Leiße, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Rat der Stadt. Unermüdlich hatte sie im Hintergrund Kontakte geknüpft, das Geld losgeeist und die Verwaltung zu energischem Handeln angetrieben. Im Vergleich mit dem oft aussichtslos scheinenden Kampf war der Regen nur ein kleiner Schönheitsfehler. "Endlich gibt es einen zentralen Ort, wo man sein Rad in sicherer Obhut weiß", strahlte Frau Leiße.

In der Tat, die Abstellplätze sind bewacht und regensicher. Die Preise sind niedrig: 70 Cent kostet das Tagesticket, 7 Euro die Monats- und 70 Euro die Jahreskarte.

Die Öffnungszeiten sind lang: Montag - Donnerstag von 5.30 bis 22.00 Uhr, Freitag von 5.30 bis 0.00 Uhr, Samstag von 8.00 bis 0.00 Uhr, Sonntag von 8.00 bis 18.30 Uhr. In der nächsten Stufe soll die Station 24 Stunden am Tag zugänglich sein; gesichert durch ein elektronisches System und Videoüberwachung. Dafür muss das Geld noch beschafft werden. Claudia Leiße ist optimistisch: "Auch das schaffen wir noch, denn die Akzeptanz hängt wesentlich von den Öffnungszeiten ab." Pendler wissen ihr Rad sicher und geschützt aufbewahrt. Vandalismus oder Diebstahl sind für die Kunden der Station im Gegensatz zu den Nutzern der anderen Abstellanlagen am Hauptbahnhof kein Thema mehr.

Doch die Radstation bietet mehr. Ein Radmechaniker führt kleinere Reparaturen schnell und preiswert vor Ort durch. Schaltung und Bremsen einstellen, Licht reparieren, Sicherheitscheck. Eine Radwäsche von Hand kostet nur 5 Euro. Zudem stehen erstklassige Leihräder bereit, sogar Räder mit Elektrohilfsmotor können geordert werden.

Trotz soviel Lob gibt es Dinge, die zu bemängeln sind: Die Beschilderung der Radstation im Bahnhof und in der Stadt ist schlecht. Die Radverkehrsbeauftragte der Stadt, Frau Scheel, hat auf Nachfrage des ADFC Abhilfe versprochen. Auch ein großer Stadtplan, der den Kunden einen ersten Überblick über unsere Stadt gibt, soll aufgestellt werden.

DD


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Herbst 2007.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de