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RAD im Pott Herbst 2007 Im Pott

"Stiftung Warentest" prüft Radwanderkarten

In der Maiausgabe der Zeitschrift "test" wurden Radwanderkarten und -führer für drei besonders bekannte Radfernwege -- Ostseeküsten-Radweg, Elbe-Radweg sowie Donau-Radweg -- unter die Lupe genommen. Geprüft wurde dabei auch vor Ort hinsichtlich Vollständigkeit, Korrektheit, Genauigkeit und Aktualität der Angaben. Gestestet wurden Karten vom Verlag Esterbauer (bikeline), dem Bielefelder Verlag (BVA) mit den ADFC-Regionalkarten bzw. den großen Spiralos sowie dem Publicpress-Verlag. Hinzu kamen jeweils eine Karte der Verlage Projekt Nord, Dr. Barthel und Kompass.

Durch die Bank gut bis sehr gut abgeschnitten haben die im Maßstab 1:75.000 gehaltenen "bikeline"-Karten -- nach Ansicht der Tester eine gelungene Kombination von Radwanderkarte und Reiseführer. Lediglich bei der Karte für den Ostsee-Radweg hapert es etwas bei der Richtigkeit und Vollständigkeit, was auch bei der Spiralo-Karte der BVA für die gleiche Gegend zutrifft. Ansonsten fand diese Karte, bei der es sich ebenfalls um eine Kombination Karte & Führer im Maßstab 1:75.000 handelt, bei den Testern ebenfalls viel Zustimmung. Besonders zufrieden war man u.a. mit der Kartographie, was auch für die ebenfalls von der BVA herausgegebenen ADFC-Regionalkarten gilt (ebenfalls 1:75.000).

Bei den letztgenannten Karten kritisierten die Tester allerdings deren Handhabung. In der Tat ist die Art der Falzung in Verbindung mit dem kartonierten Titelblatt eine "sperrige" Lösung. Dem Autor dieser Zeilen sind Radler bekannt, die zuallererst besagten Deckel entfernen.

In der Handhabung als gut bewertet wurden die im Maßstab 1:50.000 erschienen Publicpress-Karten. Den Testern gefiel vor allem die Leporello-Falzung, die sich wie eine Ziehharmonika auseinanderfalten lässt, sowie die wasserfeste Beschichtung. Schlecht bewertet wurde dagegen die Richtigkeit und Genauigkeit der Karten -- eine Erfahrung, die auch der Autor mit der Ruhrgebiets-Karte des Publicpress-Verlages gemacht hat (RiP 3/2005). Hinzu kommt die bei allen Karten dieses Verlages massiv im Kartenbild plazierte Werbung.

In punkto Richtigkeit und Genauigkeit wurde auch der Radwanderführer von ProjektNord für den Ostseeküsten-Radweg (1:75.000) schlecht bewertet. Die Kombination von Karte und Führer stammt aus dem Jahre 2003, ist also vier Jahre alt. Vom Verlag Dr. Barthel herausgegeben wurde die Karte des Elbe-Radwegs, die wie die BVA-Karte im Maßstab 1:75.000 gehalten ist und eine Spiralbindung aufweist, was die Tester durchaus als Pluspunkt werteten. Ansonsten handelt es sich um eine Karte mit durchschnittlicher Qualität, ganz im Gegensatz zur Kompass-Radwanderkarte für den Donau-Radweg. Bei dieser Kombination aus Karte und Reiseführer wird vor allem der Maßstab 1:125.000 kritisiert, der eine gute Nachvollziehbarkeit der Radroute erschwert. Im übrigen mangele es hier nach Ansicht der Tester an fast allem, was den Radler interessiert.


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Herbst 2007.
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