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RAD im Pott Frühjahr 2007 Duisburg

Wir müssen draußen bleiben!

Im Gegensatz zu fast allen anderen Verkehrsbetrieben innerhalb des VRR wird es bei der DVG auch weiterhin werktags tagsüber keine Fahrradmitnahme geben. "Nach internen Diskussionen haben wir entschieden, unsere Regelung beizubehalten", so DVG-Sprecher Helmut Schoofs. In Duisburg ist eine Fahrradmitnahme also weiterhin nur zu den vom VRR vorgeschriebenen Mindestzeiten (werktags ab 19 Uhr, samstags ab 15 Uhr, nur sonn- und feiertags ganztägig) möglich.

Wie die NRZ berichtete, geschehe dies nicht aus Unfreundlichkeit gegenüber Radlern, sondern um "vorprogrammierten Interessenskonflikten aus dem Weg zu gehen". Denn Radfahrer müssen sich die knappe Stellfläche in den Fahrzeugen mit Kinderwagen und Rollstühlen teilen. Schoofs: "Wen sollen unsere Fahrer denn draußen stehen lassen, wenn es eng wird?" Wie scheinheilig diese Argumentation in Wahrheit ist, wird deutlich, wenn man auf die Regelung für solche Fälle nach 19 Uhr und an Wochenenden schaut. Denn auch dann werden Fahrräder nur mitgenommen, wenn es der Platz zulässt. Und Kinderwagen usw. haben dabei verständlicherweise immer Vorrang. Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen bei der DVG mal die Situation in den Nachbarstädten ansehen. Hier sind die Fahrzeuge auch nicht größer und die Auslastung ist wegen des attraktiveren ÖPNV sogar höher. Wer außerhalb des Schülerverkehrs mit der DVG fährt, wird schnell erkennen, dass in mehr als 90% der Fahrzeuge ausreichend Platz für Fahrräder vorhanden wäre.


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2007.
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