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| RAD im Pott Frühjahr 2007 | Duisburg |
Was in anderen Städten als "Belange des täglichen Geschäfts" behandelt wird, braucht in Duisburg einen offiziellen Beschluss. Was von der Bundesanstalt für Straßenwesen als Sicherheitsfördernd bewertet wird, braucht in Duisburg die dritte "Versuchsregelungen". 350 Einbahnstraßenabschnitte hat der ADFC in seiner Dokumentation der Einbahnstraßen zusammengetragen. Mindestens 300 davon wertet der ADFC als Alternativen zu den gefährlichen Hauptverkehrsstraßen. Letztere sind sehr viel unfallträchtiger als irgendeine der "Einbahn-Erschließungsstraßen".
Viel zu langsam, viel zu wenige. Das lautet die Kritik der ADFC Arbeitsgruppe Verkehr. Eine so einfache und preiswerte Maßnahme darf nicht so lange herausgezögert werden. Wer Radverkehrsförderung ernst meint kommt nicht mit Lippenbekenntnissen aus.
In den Bezirksvertretungen Mitte und Rheinhausen standen die Beschlüsse für "die Öffnung von Einbahnstraßen für den gegengerichteten Radverkehr" auf der Tagesordnung. Seit langen vom ADFC gefordert, tröpfeln nun die Vorlagen in die Bezirksvertretungen. Neudorf, der Dellplatz und die Einbahnstraßen rund um den Hochemmericher Markt werden in den nächsten Tagen endsprechend der Vorschriften ausgeschildert. Der Radverkehr erfährt hier eine deutlich Erleichterung auf seinen Wegen.
Harald Höbusch
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