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RAD im Pott Frühjahr 2007 Essen

Neues für Essens Radler

AGFS auf Zollverein

Im November des vergangenen Jahres traf sich in Essen der Facharbeitskreis der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Städte in NRW (AGFS). Diese besteht mittlerweile aus 40 Mitgliedsstädten und Landkreisen, das sind immerhin 10% aller Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Auch Essen, Mülheim und Oberhausen gehören seit etlichen Jahren zu diesem exklusiven Zirkel. Neu hinzu gekommen sind Ende Januar die Landeshauptstadt Düsseldorf und der Kreis Lippe.
Foto der Personen vor der Kulisse von Zollverein
Treffen auf Zollverein (v.l.n.r.): Peter London (Verkehrsministerium NRW), Jürgen Götsche (AGFS-Beiratsmitglied), Christian Wagener (Fahrradbeauftragter der Stadt Essen), Bürgermeister Rolf Fliß und AGFS-Geschäftsführer Harald Hilgers (Foto Stadt Essen)

Der Facharbeitskreis der AGFS setzt sich zusammen aus den für den Radverkehr zuständigen Mitarbeitern der Mitgliedsstädte und Kreise -- das sind meist die jeweiligen Fahrradbeauftragten -- sowie Vertretern des Verkehrsministeriums und der Bezirksregierungen. Man trifft sich vier Mal im Jahr in einer der Mitgliedskommunen. In Essen geschah dieses seit 1999 zum zweiten Mal, Ort der Veranstaltung war das Weltkulturerbe Zeche Zollverein.

Begrüßt wurden die Teilnehmer durch den "radelnden Bürgermeister" Rolf Fliß, der sich bekanntlich seit über 25 Jahren neben seinen übrigen politischen Tätigkeiten besonders aktiv für den Radverkehr in Essen einsetzt. Er berichtete u. a. über aktuelle Baumaßnahmen wie die "Überruhrstraße" und "Im Mühlenbruch", die dem Radverkehr auch zugute kämen. Eigentliche Themen der Tagung waren der "Ruhrtal-Radweg" und "Radfahren in Fußgängerzonen". Zum letztgenannten Thema beabsichtigt die Fachkommission der AGFS demnächst eine Empfehlung zu erarbeiten.

J.B.

Oberster Stadtentwickler Essens bei ADFC und EFI

Mitte Januar stattete Klaus Wermker von der Stadt Essen den Fahrradverbänden bei ihrem turnusmäßigen Treffen im Verkehrs- und Umweltzentrum einen Besuch ab. Wermkers Aufgabenbereich besteht darin, Leitlinien für eine zukünftige Stadtentwicklung zu konzipieren, wobei neben stadtplanerischen Aspekten vor allem die sozial- bzw. bevölkerungspolitische Entwicklung der Stadt eine Rolle spielt. Aber auch der Freizeitradverkehr ist ein Thema für Wermkers Wirkungsbereich. Und darüber wurde hauptsächlich an diesem Abend diskutiert.

Schnell war man sich darüber einig, dass in diesem Bereich in Essen sehr viel getan worden ist. Klaus Wermker selbst gehört dabei nach eigener Aussage zu den schnelleren Freizeitradlern, die bevorzugt auf der Straße fahren und konventionelle Radwege eher als Hindernisparcour ansehen -- auch hier große Übereinstimmung.

Beherrschendes Thema war der "Ruhrtal-Radweg", an welchem Klaus Wermker und seine Leute maßgeblich auf Essener Seite im zuständigen Lenkungskreis beteiligt waren. Dass diese Radtouristikroute bereits in ihrem ersten Jahr zur Erfolgsstory wurde, darüber ist bereits in der letzten RAD im Pott berichtet worden. Anfänglich habe es seitens einiger Institutionen noch Skepsis gegenüber einem derartigen Projekt geherscht, so Wermker. Er selber halte diese Art von Tourismusförderung aber für eine der ganz großen Chancen für das Ruhrgebiet.

Dies gelte auch für das anstehende Projekt "Kulturhauptstadt 2010" mit seinem Zentralobjekt Zeche Zollverein. Größtes Manko aus Radlersicht: Die fehlende Süd -Nord-Verbindung zwischen dem Ruhrtal-Radweg und Zollverein im östlichen Stadtgebiet sowie eine Fortsetzung des Gruga-Radwegs in Richtung Borbeck und Rhein-Herne-Kanal im westlichen Stadtgebiet. In beiden Fällen konnten ADFC und EFI ihm nur beipflichten.

Hier kann neben der Stadt Essen nur der kürzlich konstituierte Lenkungskreis für die Kulturhauptstadt aktiv werden. Bleibt zu hoffen, dass auch Klaus Wermker & Co in dieser Beziehung weiterhin so aktiv bleiben wie bisher.

JB


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2007.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de