| RAD im Pott Frühjahr 2007 | Essen |
![]() |
| Treffen auf Zollverein (v.l.n.r.): Peter London (Verkehrsministerium NRW), Jürgen Götsche (AGFS-Beiratsmitglied), Christian Wagener (Fahrradbeauftragter der Stadt Essen), Bürgermeister Rolf Fliß und AGFS-Geschäftsführer Harald Hilgers (Foto Stadt Essen) |
Der Facharbeitskreis der AGFS setzt sich zusammen aus den für den Radverkehr zuständigen Mitarbeitern der Mitgliedsstädte und Kreise -- das sind meist die jeweiligen Fahrradbeauftragten -- sowie Vertretern des Verkehrsministeriums und der Bezirksregierungen. Man trifft sich vier Mal im Jahr in einer der Mitgliedskommunen. In Essen geschah dieses seit 1999 zum zweiten Mal, Ort der Veranstaltung war das Weltkulturerbe Zeche Zollverein.
Begrüßt wurden die Teilnehmer durch den "radelnden Bürgermeister" Rolf Fliß, der sich bekanntlich seit über 25 Jahren neben seinen übrigen politischen Tätigkeiten besonders aktiv für den Radverkehr in Essen einsetzt. Er berichtete u. a. über aktuelle Baumaßnahmen wie die "Überruhrstraße" und "Im Mühlenbruch", die dem Radverkehr auch zugute kämen. Eigentliche Themen der Tagung waren der "Ruhrtal-Radweg" und "Radfahren in Fußgängerzonen". Zum letztgenannten Thema beabsichtigt die Fachkommission der AGFS demnächst eine Empfehlung zu erarbeiten.
J.B.
Schnell war man sich darüber einig, dass in diesem Bereich in Essen sehr viel getan worden ist. Klaus Wermker selbst gehört dabei nach eigener Aussage zu den schnelleren Freizeitradlern, die bevorzugt auf der Straße fahren und konventionelle Radwege eher als Hindernisparcour ansehen -- auch hier große Übereinstimmung.
Beherrschendes Thema war der "Ruhrtal-Radweg", an welchem Klaus Wermker und seine Leute maßgeblich auf Essener Seite im zuständigen Lenkungskreis beteiligt waren. Dass diese Radtouristikroute bereits in ihrem ersten Jahr zur Erfolgsstory wurde, darüber ist bereits in der letzten RAD im Pott berichtet worden. Anfänglich habe es seitens einiger Institutionen noch Skepsis gegenüber einem derartigen Projekt geherscht, so Wermker. Er selber halte diese Art von Tourismusförderung aber für eine der ganz großen Chancen für das Ruhrgebiet.
Dies gelte auch für das anstehende Projekt "Kulturhauptstadt 2010" mit seinem Zentralobjekt Zeche Zollverein. Größtes Manko aus Radlersicht: Die fehlende Süd -Nord-Verbindung zwischen dem Ruhrtal-Radweg und Zollverein im östlichen Stadtgebiet sowie eine Fortsetzung des Gruga-Radwegs in Richtung Borbeck und Rhein-Herne-Kanal im westlichen Stadtgebiet. In beiden Fällen konnten ADFC und EFI ihm nur beipflichten.
Hier kann neben der Stadt Essen nur der kürzlich konstituierte Lenkungskreis für die Kulturhauptstadt aktiv werden. Bleibt zu hoffen, dass auch Klaus Wermker & Co in dieser Beziehung weiterhin so aktiv bleiben wie bisher.
JB