Neues für Essens Radler
Großbaustelle Berliner Platz
Seit etwa einem Jahr laufen die Bauarbeiten für das neue Einkaufszentrum
am Berliner Platz, die umfangreiche Beeinträchtigungen für den Verkehr mit
sich brachte, auch für den Radverkehr. Schon von Beginn an haben ADFC und
EFI eine umfassende Umleitungsregelung für Radler eingefordert. Im
September 2006 traf man sich mit einem Vertreter der Stadtverwaltung zu
einem Ortstermin, um Umleitungsregelungen vor Ort zu finden.
Es wurden auch einige in den Augen der Beteiligten sinnvolle Möglichkeiten
gefunden. Umgesetzt wurde bis jetzt lediglich die Freigabe des Fußweges
für den Radverkehr vom früheren Quelle-Parkhaus an der Ostfeldstraße in
Richtung Süden bis zur Ottilienstraße. Zwar hat die Stadt einen
Übersichtsplan konzipiert, der aber nur eine einzige weitere
Umleitungsstrecke enthält, welche auch nur in Richtung Süden führt. Eine
Umleitung in Richtung Norden fehlt dagegen gänzlich. Daher wird davon
abgesehen, besagten Übersichtsplan wie ursprünglich angedacht in dieser
Ausgabe abzudrucken.
KR
Borbecker Fußgängerzone teilweise für Radler geöffnet
Schon seit langem ist die Öffnung der Borbecker Marktstraße für den
Radverkehr in der Diskussion, bislang ohne Erfolg. Sie ist Fußgängerzone,
durch sie wird aber auch der Straßenbahnverkehr geführt. Und die örtliche
CDU versucht nach wie vor, den unteren Abschnitt für den Autoverkehr zu
öffnen. Über besagten unteren Abschnitt wurde aber auch seit den 90er
Jahren der "Emscherpark-Radweg" geführt, wobei die Radler hier offiziell
hätten absteigen und schieben müssen -- ein Unding für eine überregionale
touristische Radroute. In der Praxis hat dies auch kaum ein Radler
gemacht.
Natürlich war dieser Zustand so nicht länger haltbar. Nun hat man aber
nicht die Marktstraße für Radfahrer geöffnet, was eigentlich logisch
gewesen wäre. Statt dessen verlegte man den "Emscherpark-Radweg"
kurzerhand von der Fürstäbtissinstraße her kommend auf die Borbecker
Straße, hinter der Bahnunterführung dann über die hier nun auch für Radler
freigegebene Fußgängerrampe hinauf zur Wüstenhöferstraße, von dieser in
die nun in diesem Bereich für Radler freigegebenen Fußgängerzonen
Rechtstraße und Gerichtstraße (Höhe Karstadt) bis zur Germaniastraße.
Anfänglich hatte man die Ausschilderung nur von West nach Ost
durchgeführt, nicht aber in entgegengesetzter Richtung. Das soll
inzwischen behoben sein.
Als kurios bezeichnen muss man auch die neue Ausschilderung des
"Emscherpark-Radwegs" weiter östlich in Höhe der Fünffach-Kreuzung
Germania-, Theodor-Hartz-, Zechen- und Jahnstraße. Für die aus der
Zechenstraße kommenden Radler ist hier zunächst ein Pfeilwegweiser
"geradeaus" angebracht. Nur zwanzig Meter weiter, kurz vor der Kreuzung,
steht nun -- richtigerweise -- ein Pfeilwegweiser "erst rechts, danach
wieder links". Bislang hat niemand erklären können, welchen Sinn diese
Beschilderung haben soll.
Auch in Gegenrichtung, also aus Borbeck kommend, braucht es zwei
Wegwieser, um diese Kreuzung zu bewältigen. Diese sind zwar inhaltlich
korrekt, aber eigentlich wäre man auch hier mit nur einem Schild gut
ausgekommen.
JB
Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2007.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de