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RAD im Pott Frühjahr 2007 Essen

Neues für Essens Radler

Großbaustelle Berliner Platz

Seit etwa einem Jahr laufen die Bauarbeiten für das neue Einkaufszentrum am Berliner Platz, die umfangreiche Beeinträchtigungen für den Verkehr mit sich brachte, auch für den Radverkehr. Schon von Beginn an haben ADFC und EFI eine umfassende Umleitungsregelung für Radler eingefordert. Im September 2006 traf man sich mit einem Vertreter der Stadtverwaltung zu einem Ortstermin, um Umleitungsregelungen vor Ort zu finden.

Es wurden auch einige in den Augen der Beteiligten sinnvolle Möglichkeiten gefunden. Umgesetzt wurde bis jetzt lediglich die Freigabe des Fußweges für den Radverkehr vom früheren Quelle-Parkhaus an der Ostfeldstraße in
Foto des freigegebenen Fußweges an der Tankstelle
Richtung Süden bis zur Ottilienstraße. Zwar hat die Stadt einen Übersichtsplan konzipiert, der aber nur eine einzige weitere Umleitungsstrecke enthält, welche auch nur in Richtung Süden führt. Eine Umleitung in Richtung Norden fehlt dagegen gänzlich. Daher wird davon abgesehen, besagten Übersichtsplan wie ursprünglich angedacht in dieser Ausgabe abzudrucken.

KR

Borbecker Fußgängerzone teilweise für Radler geöffnet

Schon seit langem ist die Öffnung der Borbecker Marktstraße für den Radverkehr in der Diskussion, bislang ohne Erfolg. Sie ist Fußgängerzone, durch sie wird aber auch der Straßenbahnverkehr geführt. Und die örtliche CDU versucht nach wie vor, den unteren Abschnitt für den Autoverkehr zu öffnen. Über besagten unteren Abschnitt wurde aber auch seit den 90er Jahren der "Emscherpark-Radweg" geführt, wobei die Radler hier offiziell hätten absteigen und schieben müssen -- ein Unding für eine überregionale touristische Radroute. In der Praxis hat dies auch kaum ein Radler gemacht.

Natürlich war dieser Zustand so nicht länger haltbar. Nun hat man aber nicht die Marktstraße für Radfahrer geöffnet, was eigentlich logisch
Foto eines Schildermastes mit Schildern Fußgängerzone, Radfahrer frei und Wegweiser Emscherpark-Radweg
gewesen wäre. Statt dessen verlegte man den "Emscherpark-Radweg" kurzerhand von der Fürstäbtissinstraße her kommend auf die Borbecker Straße, hinter der Bahnunterführung dann über die hier nun auch für Radler freigegebene Fußgängerrampe hinauf zur Wüstenhöferstraße, von dieser in die nun in diesem Bereich für Radler freigegebenen Fußgängerzonen Rechtstraße und Gerichtstraße (Höhe Karstadt) bis zur Germaniastraße.

Anfänglich hatte man die Ausschilderung nur von West nach Ost durchgeführt, nicht aber in entgegengesetzter Richtung. Das soll inzwischen behoben sein.

Als kurios bezeichnen muss man auch die neue Ausschilderung des "Emscherpark-Radwegs" weiter östlich in Höhe der Fünffach-Kreuzung Germania-, Theodor-Hartz-, Zechen- und Jahnstraße. Für die aus der
Fotos der Wegweiser: erst geradeaus, dann rechts/links
Zechenstraße kommenden Radler ist hier zunächst ein Pfeilwegweiser "geradeaus" angebracht. Nur zwanzig Meter weiter, kurz vor der Kreuzung, steht nun -- richtigerweise -- ein Pfeilwegweiser "erst rechts, danach wieder links". Bislang hat niemand erklären können, welchen Sinn diese Beschilderung haben soll.

Auch in Gegenrichtung, also aus Borbeck kommend, braucht es zwei Wegwieser, um diese Kreuzung zu bewältigen. Diese sind zwar inhaltlich korrekt, aber eigentlich wäre man auch hier mit nur einem Schild gut ausgekommen.

JB


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2007.
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