<< 30 Jahre Essener Fahrrad-Initiative / Teil 2: Die letzten 15 Jahre zurück zur Jahresübersicht Defizite beim Radverkehr: Kehrtwende beim Einzelhandel? >>


RAD im Pott Frühjahr 2007 Essen

Initiative für mehr Sicherheit für radfahrende Fünftklässler

Gemeinsam mit dem Rad zur Schule

Im vergangenen Jahr bot die Stadt Essen gemeinsam mit dem Don-Bosco-Gymnasium zum neuen Schuljahr eine fahrradfreundliche Aktion an, die in diesem Jahr nun ausgeweitet werden soll.

Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen, die für ihren Schulweg das Fahrrad benutzen, wurden in den ersten drei Schulwochen von Eltern begleitet. Sieben Kinder aus den Stadtteilen Bochold, Bedingrade, Schönebeck und Borbeck nahmen an der Aktion teil.

Der Anstoß zu dieser Aktion kam von Christian Wagener, Fahrradbeauftragter der Stadt Essen. Wagener griff eine Idee auf, die in Marl unter dem Motto "Fahrradpool" seit mehreren Jahren erfolgreich praktiziert wird. Auf dem Hinweg zur und auf dem Rückweg von der Schule fahren dabei jeweils zwei Erwachsene mit, im Borbecker Fall teilten insgesamt fünf Elternteile die Begleitung der Kinder untereinander auf.
Foto der Schülergruppe auf ihren Rädern mit Begleitern
Fuhren gemeinsam mit dem Rad zur Schule: Schülerinnen und Schüler des Don-Bosco-Gymnasiums. Eltern begleiteten sie in den ersten 3 Wochen auf der Hin- und Rückfahrt

Schulleiterin Hildegard Jäger brachte ihre volle Unterstützung zum Ausdruck. Da viele Schülerinnen und Schüler des Don-Bosco-Gmnasiums, auch aus den unteren Klassen, mit dem Fahrrad zur Schule kommen, sähe sie in der Aktion einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. "Gerade für die neuen Schülerinnen und Schüler ist die Unterstützung durch die Eltern auf dem noch ungewohnten und längeren Schulweg eine große Hilfe", betont Jäger. So könne der sichere Weg zur Schule gezeigt und auf Problemstellen aufmerksam gemacht werden.

Weitere Vorteile der Aktion bestehen darin, dass Eltern auf die Bring- und Holdienste für ihre Kinder verzichten können ("Mamataxi"). Durch die eigenständige Mobilität sind die Kinder flexibler und lernen frühzeitig die Vorteile des Radfahrens kennen. Fahrradbeauftragter Wagener weist zudem auf einen weiteren wichtigen Aspekt hin: "Heutzutage leiden viele Kinder an Bewegungsmangel, der zu erheblichen Folgeproblemen führen kann. Dem wird durch das tägliche Radfahren begegnet".

Im kommenden Schuljahr 2007/2008 soll nun, wie anfänglich erwähnt, das Projekt "Gemeinsam mit dem Rad zur Schule" auch auf andere weiterführende Schulen übertragen werden. Ziel ist es, dass möglichst viele der neu eingeschulten Fünftklässler auf ihrem neuen Weg zur Schule eine entsprechende Unterstützung erhalten. Eltern, die sich für eine Teilnahme interessieren, erhalten nähere Informationen beim Fahrradbeauftragten der Stadt Essen, Christian Wagener, Tel. 88 61 210.


<< 30 Jahre Essener Fahrrad-Initiative / Teil 2: Die letzten 15 Jahre zurück zur Jahresübersicht Defizite beim Radverkehr: Kehrtwende beim Einzelhandel? >>


Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2007.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de