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RAD im Pott Frühjahr 2007 Im Pott

Tourentipp mit einer leichteren und einer schwereren Variante

Durch das reizvolle Angertal

In unregelmäßigen Abständen erfolgen in der RAD im Pott Tourenbeschreibungen basierend auf der ADFC-Radwanderkarte "Ruhrgebiet West". Diese zuletzt 2005 überarbeitete Karte enthält 22 vom ADFC ausgearbeitete Tourenempfehlungen, die allerdings aus Platzgründen in der Karte selbst nicht detailliert beschrieben werden konnten. Dem soll hiermit Abhilfe geschaffen werden, wobei die nun folgend beschriebene Rundtour durch das Angertal ein Mix aus Teilen der Touren 14, 15 und 16 ist.

1. Mülheim - Duisburg - Ratingen - Angertal (ca. 26 km)

Startpunkt ist der Mülheimer Hauptbahnhof. Vom Bahnhofsvorplatz aus überqueren wir zunächst die Eppinghofer Straße und fahren gegenüber in die "Max-Kölges-Straße", im weiteren Verlauf dann die "Heinrich-Melzer-Straße". Beide Straßen bilden die Hauptradroute hinunter zur Ruhr, wobei man die ganze Zeit parallel zu den alten Viaduktbögen der mittlerweile stillgelegten "Rheinischen Bahn" fährt.
Foto der Fassade der Radstation
Startpunkt Radstation Mülheim Hbf.

Unten am Fluss angekommen geht es am Ufer links immer am Wasser entlang weiter. Nach knapp 1 Kilometer stoßen wir auf die Ruhrschleuse, wo wir im Rechts-Links-Versatz die Seite wechseln. Wir passieren den "Wasserbahnhof", um erneut im Rechts-Links-Versatz das alte Wasserkraftwerk zu queren. Wir befinden uns nun auf dem "Ruhrinselweg". Nach knapp 1 Kilometer überqueren wir mittels einer recht schmalen Brücke endgültig die Ruhr.

Hinter der Brücke geht es zunächst geradeaus weiter, kurze Zeit später an dem Abzweig folgen wir der Ausschilderung "Aquarius Mülheim" nach rechts. Wir stoßen auf die "Kahlenbergstraße", die uns ein kurzes Stück leicht bergauf in das Zentrum des Mülheimer Stadtteils Saarn führt. Wir biegen rechts in die "Otto-Pankok-Straße" ab, queren diagonal den "Pastor-Luhr-Platz" und radeln dann links in die "Lehnerstraße" weiter. Die kurz darauf folgende Querung der "Straßburger Allee" ist ein wenig
Foto eines Weges durch ein Feld mit Radfahrern
kompliziert, da unsere Route in die schräg rechts gegenüber beginnende "Langenfeldstraße" führt. Dieser ruhigen Wohnstraße folgen wir bis zum Ende (zwischendurch erfolgt der Namenswechsel zur "Lothringer Straße"). An der Straße "Oemberg" angekommen biegen wir zunächst nach rechts, kurz danach am "Nachbarsweg" nach links ab, womit wir den Duisburg -Mülheimer Wald erreichen.

Dem "Nachbarsweg" folgend radeln wir nun etliche Kilometer geradeaus, überqueren dabei die Straße "Mühlenbergheide". In Höhe der "Wedauer Straße" biegen wir einmal kurz rechts, unmittelbar danach wieder links ab, queren im weiteren Verlauf die Autobahn A3 und stoßen am Ende schließlich auf das südliche Ende des ehemaligen Rangierbahnhofs Duisburg-Wedau.

Wir überqueren die Gleise und folgen dem "Lintorfer Waldweg" zunächst nach links. Kurz danach knickt dieser nach rechts in den "Druchter Weg" ab, wir radeln aber noch ein Stück weiter geradeaus parallel zur Bahnstrecke, um dann nach ca. 350 Metern ebenfalls nach rechts in den "Neuenbaumsweg" abzubiegen. Nach weitern 700 Metern stoßen wir mitten im Wald auf eine Wegekreuzung, an der wir links dem "Langelterweg" folgen. Im Zuge dessen überqueren wir mit diesem auch die Autobahn A 524.

Am Ende des Weges stoßen wir auf die "Kalkumer Straße", der wir ein kurzes Stück nach rechts folgen, um dann links in die "Kalkstraße" abzubiegen. Kurz vor den ersten Häusern des Ratinger Stadtteils "Lintorf" biegt die "Kalkstraße" nach rechts ab. Am Ende folgen wir wenige Meter rechts der "Tiefenbrucher Straße", biegen gleich darauf wieder nach links ab und unterqueren kurz darauf in einem U-förmigen Bogen die A 52. Wenige Meter weiter biegen wir erneut nach links ab und folgen dem mit einem gelben Kreuz auf blauem Grund ausgeschilderten "Euroga-Radweg". Wir queren die Gleise der Güterzugstrecke Duisburg-Düsseldorf sowie den parallel dazu führenden "Blyth-Valley-Ring".

Danach geht es erneut in den Wald, immer weiter dem "Euroga-Radweg" folgend. Mitten im Wald biegen wir an einer Kreuzung rechts, dann beim Verlassen des Waldes links ab, halten uns aber weiter am Waldrand. Wir befinden uns nun am Stadtrand von Ratingen, stoßen dabei auf die Angertalbahn, eine Güterzugstrecke, die uns ab hier eine ganze Zeit lang begleiten wird. Parallel zur Bahn unterqueren wir zunächst eine Straße, um dann mit der Straße "Zum Blauen See" die Schienen zu queren.

Unmittelbar dahinter biegen wir links in die "Teichstraße". An der Kreuzung mit der "Brückstraße" geht es halbrechts weiter in die Straße "In der Brück". An der Ecke "Rosenstraße" biegen wir scharf links ab, unterqueren die Bahnlinie der S6 und radeln nun weiter über die Straße "Auf der Aue", welche uns direkt ins Angertal führt. Gleich am Anfang liegt die Gaststätte "Auermühle", die zu einer gemütlichen Pause einlädt. Der weitere Weg durch das Angertal verläuft leicht hügelig, unterquert nach einer gewissen Zeit die mächtige Brücke der Autobahn A3, um dann knapp 1 Kilometer weiter hinter dem Campingplatz "Müschenau" die Talseite zu wechseln.

Ab hier bestehen zwei Möglichkeiten zur Weiterfahrt: Zum einen gibt es die anspruchsvollere, weil längere und mit größeren Steigungen garnierte Route über Heiligenhaus, zum anderen eine kürzere und weniger steile Variante über Ratingen-Hösel.

2 A. Angertal - Heiligenhaus - Kettwig (17 km)

Beginnen wir mit der schwereren von beiden. Dazu geht es weiter auf dem nun nördlich von Angerbach und Bahnstrecke liegenden "Euroga-Radweg". Ein Stück hinter dem "Haus Anger" quert der Weg erneut die Talseite. Im Ortsteil "Hofermühle" stoßen wir auf die vielbefahrene "Ratinger Straße", mit der wir im Links-Rechts-Versatz abermals Bahn und Angerbach queren. Wir befinden uns dabei immer noch auf dem "Euroga-Radweg". Weiter geht es über den "Angerweg", der dann zwar nicht mehr die Seite des Angerbachs wechselt, allerdings noch zweimal die Angertalbahn quert. Im Bereich "Zur Mühlen" knickt der "Euroga-Radweg" dann nach Norden ab und führt ein Stück bergauf aus dem Angertal heraus.

Nach einigen hundert Metern biegen wir an einer Wegekreuzung links in die "Wülfrather Straße" und verlassen damit den "Euroga-Radweg" (dieser führt hier rechts weiter). Für uns geht es etappenweise weiter steil bergauf.
Foto von Radwegweisern
Ausschilderung im Angertal mit "Euroga-Radweg"
Als Ausgleich bietet sich ein schöner Panoramablick über das Angertal sowie das Niederbergische Land. Auch im Heiligenhauser Ortsteil "Heide" haben die Steigungen zunächst noch kein Ende, wobei wir zunächst ein ganzes Stück weiter der "Wülfrather Straße" folgen - auch über den Kreisverkehr hinaus.

Schließlich biegen wir nach links in die teilweise verkehrsberuhigte "Herzogstraße" ab. Nach einer Linkskurve geht es rechts weiter in die "Mittelstraße" und damit ein letztes Mal steil bergauf. Nach der Querung des Zentrums von Heiligenhaus fahren weiter geradeaus in die "Kettwiger Straße". Nach ca. 200 Metern überquert diese die ehemalige Bahntrasse von Kettwig nach Velbert, die inzwischen in einigen Teilstücken zum Radwanderweg umgestaltet wurde. Um auf diesen zu gelangen, rollen wir noch ca. 50 Meter weiter, vollziehen links herum eine U-Kurve, radeln quasi zurück und biegen dann nach rechts auf den Radwanderweg.

Hinter einer zweiten Straßenbrücke liegen auf der linken Seite mehrere Fabrikhallen. Unmittelbar hinter diesen verlassen wir den Radwanderweg nach links und stoßen nach ein paar Metern auf die "Grubenstraße". An deren Ende befindet sich eine Fußgängerbrücke, mit der wir eine in einem Einschnitt liegende Hauptverkehrsstraße überqueren. Wir sind nun im Ortsteil "Ilp" und stoßen hier auf die "Moselstraße", der wir nach rechts folgen. Nach etlichen Kurven biegen wir rechts zunächst in die "Wupperstraße" und dann in den "Siegweg". An dessen Ende gelangen wir wieder auf die ehemalige Bahntrasse, der wir nun auf einem etwas längeren Teilstück nach links folgen.

Die Radtrasse endet am "Görscheider Weg", auf den wir rechts herum einbiegen. Nach einem kurzen Stück bergab stoßen wir auf die Bahnlinie der S6, der wir parallel folgen. An der "Ruhrstraße" (einer leider recht vielbefahrenen Straße) angekommen geht es geradeaus weiter in Richting Essen-Kettwig. Es folgt eine enge, leider sehr unübersichtliche Unterführung, mit der wir die S-Bahntrasse unterqueren und radeln weiter über die "Heiligenhauser Straße" bis zur ersten großen Kreuzung. Hier biegen wir rechts in die "Ringstraße" und befinden uns nun im Essener Ortsteil Kettwig.

2 B. Angertal - Ratingen-Hösel - Kettwig (ca. 7 km)

Bei der leichteren Variante handelt es sich zwar nicht um einen Bestandteil eines offiziellen Tourenvorschlags aus der ADFC-Regionalkarte; die Route ist aber dennoch in der Karte gut nachvollziehbar. Bei diesem Routenvorschlag folgen wir nicht weiter dem "Euroga-Radweg", sondern verlassen das Tal über die gleichnamige Straße "Im Angertal" (im weiteren Verlauf: "Ernst-Stinshoff-Straße"). Etwa 500 Metern weiter biegt rechts im spitzen Winkel die "Bruchstraße" ab, die uns nach Ratingen-Hösel hinaufführt. Der Weg ist zwar ebenfalls relativ steil, jedoch bei weitem nicht so lang wie der Aufstieg nach Heiligenhaus. Am Ortsrand von Hösel angekommen biegen wir nach rechts in die Straße "Im Bergsiepen", an deren Ende links in den "Peddenkamp" und kurz darauf rechts in die Straße "Spindecksfeld" (später "Danziger Straße"). Schließlich stoßen wir linker Hand auf den Kreisverkehr mit der "Heiligenhauser Straße" (B 227).

Den Kreisverkehr verlassen wir über die Straße "Sinkesbruch" und folgen dieser bis zu ihrem Ende. Dort biegen wir rechts in die "Hugo-Henkel-Straße" und verlassen damit Hösel. Im weiteren Verlauf wechselt der Name auf "Kettwiger Straße" und (ab Stadtgrenze Essen) "Höseler Weg". Letzterer führt in etlichen Windungen steil hinab in den Essener Ortsteil Kettwig. Am Ende stoßen wir auf die bereits erwähnte Kreuzung, welche wir geradeaus in Richtung "Ringstraße" queren.

3. Kettwig - Mülheim (ca. 12 km)

Ab jetzt wird wieder auf gemeinsamer Route geradelt. Bereits an der nächsten (beampelten) Kreuzung biegen wir links in die "Volckmarstraße". Kurz danach geht es rechts in die "Arndtstraße", dann abermals rechts in die "Landsberger Straße" und nur wenige Meter danach links in den "Mintarder Weg". Wir befinden uns nun auf dem neuen "Ruhrtal-Radweg", dem wir nun von Kettwig bis nach Mülheim folgen können.

Nach etwa 2 Kilometern gelangen wir zunächst in den Mülheimer Ortsteil "Mintard". Hier queren wir die "August-Thyssen-Straße" und radeln weiter geradeaus über die "Mintarder Dorfstraße". Hinter der Unterquerung der riesigen Autobahnbrücke der A 52 folgen wir dem "Ruhrtal-Radweg" zunächst
Foto eines gewundenen Weges im Grünen
nach rechts, im Anschluss daran dann im Links-Rechts-Links-Versatz durch einen Reiterhof. Danach führt der Weg kilometerweit durch die Ruhrauen, wobei zwischendurch die "Mintarder Straße" gequert wird. Kurz darauf geht es weiter über den Ruhrdeich, anschließend wird die breite "Mendener Brücke" unterquert.

Kurz dahinter biegt der "Ruhrtal-Radweg" nach rechts in Richtung Ruhr ab. Eine Zeit lang radeln wir nun an dem namensgebenden Fluss entlang. An dem darauffolgen Abzweig verlassen wir den "Ruhrtal-Radweg" und folgen der Ausschilderung in Richtung "Mülheim-Zentrum". Ab hier entspricht dann der Weg auch wieder unserer Hinroute vom Mülheimer Hauptbahnhof, welcher übrigens ebenfalls von hier aus mit einer Wegweisung versehen ist.

Allgemeine Informationen:

Die Länge der kürzeren, etwas leichteren Route beträgt ca. 45 km, die der schwereren und längeren Variante etwa 55 km. Das Streckenprofil ist bis auf die beiden (unterschiedlich langen) Aufstiege aus dem Angertal leicht hügelig. Zum großen Teil erfolgt die Routenführung auf Wegen abseits von Straßen, die allerdings in etlichen Fällen nicht asphaltiert sind. Insofern eignet sich diese Tour nur sehr eingeschränkt für Rennräder.

Grundlage für die beschriebene Radtour sind Teilstücke der in der ADFC-Regionalkarte "Ruhrgebiet West" enthaltenen Tourenvorschläge 14, 15 und 16. Anhand dieser Karte lassen sich auch die übrigen Streckenabschnitte gut nachvollziehen. Der Mülheimer Hauptbahnhof als Start- und Zielpunkt ist hervorragend mit der Bahn erreichbar (S-Bahnlinien 1 und 3, RE-Linien 1, 2, 6 und 11). Das Auto kann also getrost zu Hause stehen gelassen werden. Man muss nicht einmal seinen eigenen Drahtesel mitschleppen, da an der dortigen Radstation Fahrräder ausgeliehen werden können.

Jörg Brinkmann


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2007.
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