Neues von den Fahrradverbänden
Aktion Autofreier Tag
Am 22. September fand wie in jedem Jahr der "Europaweite Autofreie Tag"
statt, der in Essen im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen in Europa
mangels offizieller Unterstützung nach wie vor kaum wahrgenommen wird. In
den letzten Jahren waren es eigentlich nur die Fahrradverbände ADFC und
EFI, welche entsprechende Aktionen veranstalteten, mal mit mehr, mal mit
weniger Resonanz. Dadurch wird es auch intern von Jahr zu Jahr immer
schwieriger, Leute für eine Aktion zu mobilisieren.
Und so fand in diesem Jahr statt des angekündigten Kunsthappenings mit
Fahrrädern auf dem Viehofer Platz eine zwar kleine, aber doch feine
Kundgebung statt, um überhaupt auf diesen Aktionstag hinzuweisen. Mit an
Fahrrädern befestigten Spruchtafeln "Ohne Moos nix los -- Radverkehr am
Boden -- in 1.600 Städten Autofreier Tag" standen die Aktivisten von ADFC
und EFI zwei Stunden lang mitten in der nachmittäglichen Rush-Hour auf dem
Grünstreifen des Viehofer Platzes, immerhin unterstützt von einen
Vertreter des VCD. Und drumherum tobte wie gehabt der Autoverkehr.
J.B.
Radverkehrsseminar Darup
Diesmal hatte das von ADFC und EFI ausgerichtete Fahrradseminar im
AWO-Tagungshaus im münsterländischen Darup nicht allein den Radverkehr in
Essen als Schwerpunkt, sondern befasste sich auch intensiv mit der
Mitgliederwerbung für den ADFC. Dafür waren extra zwei Experten des
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| Die Seminarteilnehmer in Darup |
ADFC-Bundesverbandes gekommen, die den Aktiven vor Ort zeigen sollten, wie
man am besten neue Mitglieder wirbt. Denn dass man neue Leute benötigt,
steht außer Frage, will der ADFC doch auch in Zukunft als Lobby für alle
Radler überzeugend dastehen.
Zunächst wurde das theoretische Grundgerüst vermittelt, danach ging es mit
Rollenspielen weiter. Letztere waren recht unterhaltsam, schnell wurde
aber auch klar, dass es gar nicht so einfach ist, beispielsweise am
Infostand Passanten so anzusprechen, dass dieses nicht in plumpe Anmache
abgleitet.
Eine sicherlich lehrreiche Informationsveranstaltung, die neben dem wieder
mal sehr leckeren Essen den Aufenthalt in Darup zu einem rundum gelungenen
Wochenende gemacht hat.
J.B.
Klaus Wermker bei ADFC und EFI
Klaus Wermker, Essens oberster Stadtentwickler, stattet am Freitag, den
19. Januar (um 19.30 Uhr!) ADFC und EFI bei ihrem turnusmäßigen Treffen im
Verkehrs- und Umweltzentrum in der Maxstraße 11 einen Besuch ab. Wermkers
Aufgabenbereich besteht darin, Leitlinien für eine zuküftige
Stadtentwicklung zu konzipieren, wobei neben stadtplanerischen Aspekten
vor allem die sozial- bzw. bevölkerungspolitische Entwicklung der Stadt
eine Rolle spielt. Dabei steht derzeit die Entwicklung benachteiligter
Stadtteile wie Altendorf und Katerberg ganz oben auf der Agenda. Hier
bieten sich auch Entwicklungsmöglichkeiten für den innerstädtischen
Radverkehr an.
Aber auch der Freizeitradverkehr ist ein Thema für Wermkers Amt. So wurde
beispielsweise in den 90er Jahren die "Internationale Bauausstellung
Emscherpark" begleitet, ohne die es mit Sicherheit nicht die ganzen
"Hinterlassenschaften" wie den Emscher-Park-Radweg, den Zollvereinweg oder
die RevierRad-Stationen geben würde. Aktuelles Thema in Zusammenarbeit mit
allen Kommunen entlang der Ruhr ist derzeit der Ruhrtal-Radweg in
Verbindung mit dem Ausbau des Fahrrad-Tourismus im Ruhrgebiet - ein
Potential, das noch lange nicht ausgeschöpft ist.
J.B.
Weihnachtsfeier mit Jahresrückblick
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, wenn am Freitag, dem 15.
Dezember ab 19.30 Uhr im Verkehrs- und Umweltzentrum die traditionelle
Jahresabschluss- und Weihnachtsfeier von EFI und ADFC stattfindet. Neben
Glühwein und Gebäck erwartet die Gäste auch eine ADFC-Präsenttasche mit
Karten und Broschüren (solange der Vorrat reicht). Einen Rückblick auf
Höhepunkte des Jahres 2006 aus Sicht der Fahrradverbände präsentiert
ADFC-Vorsitzender Jörg Brinkmann. Vielleicht lässt sich auch bereits die
eine oder andere Aktion oder Radtour für das kommende Jahr planen.
K.R.
GPS-Seminar
Global-Position-System -- eins der momentan heißesten Themen für viele
Radler. Sie träumen von der sorglosen GPS-Navigation wie im Auto. Mancher
hat schon Mobilgeräte von Discountern an sein Rad gehängt - und wurde
bitter enttäuscht. Denn die Anforderungen am Fahrrad sind höher als beim
Auto. Peter Hansen vom ADFC Bottrop wird in seiner Präsentation für
Einsteiger die Möglichkeikeiten und Grenzen dieser neuen Technik darstellen. Dabei wird er auf die
unterschiedlichen Zielgruppen eingehen. Die Veranstaltung findet statt am
Montag, dem 5. Februar 2007 um 20.00 Uhr im Verkehrs- und Umweltzentrum
(VUZ) in der Maxstraße 11. Es wird keine Gebühr erhoben, würde sich aber
ggf. über eine Spende freuen. Vielleicht kauft ja der ein oder andere
anstatt eines GPS vorerst doch noch eine herkömmliche Karte im VUZ.
K.R.
Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Winter 2006.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de