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RAD im Pott Winter 2006 Mülheim

Neues in Mülheim

Ruhrradweg I: Sanierung der Mintarder Dorfstraße in Umsetzung

Zwischen Mintard und Saarn verläuft der Ruhrradweg zunächst auf einer Länge von rund einem Kilometer am Fuße des Aubergs. Ein Vergleich mit dem vielzitierten "Flickenteppich" verbietet sich in Anbetracht der völlig desolaten Asphaltdecke eigentlich schon wieder. Wenn der Vergleich trotzdem herhalten muss, dann dürfte die neue schwarze Asphaltdecke demnächst den Radtouristen im südlichen Stadtgebiet wie ein roter Empfangsteppich vorkommen.

Ruhrradweg II: Stadt macht ernst mit Brückensanierung

Der alte hölzerne Brückenaufbau der Brücke vom Fossilien- in den Saarner Auenweg über den Kassenberg wurde am 11. und 12. November bis auf die Brückenfeiler vollständig entfernt. Somit ist der Weg frei für den Einbau einer neuen Brücke mit tragenden Elementen aus Stahl.

Uhlenhorstweg zur Zeit Baustelle

Die Sanierung der kombinierten Rad- und Gehwege am Uhlenhorstweg soll noch 2006 abgeschlossen werden. In den letzten Jahren sah sich der Landesbetrieb Straßenbau NRW sogar gezwungen, das Befahren der Radwege zu verbieten. Da man sich gleichzeitig nicht entschließen konnte, die Benutzungspflicht aufzuheben, blieb auch die Fahrbahn tabu. Legal durfte das Fahrrad auf der zwei Kilometer langen, mit Wurzel- und Frostschäden durchsetzten Strecke lediglich geschoben werden. Nicht nur der ADFC hat die Beseitigung des Missstandes mehrfach angemahnt. Der Redaktion ist nicht bekannt, ob die Radwege nur oberflächig saniert werden, so dass sich gleiche Schadensbild wiederholen könnte oder ob Rad- und Gehwege mehrschichtig und somit voraussichtlich dauerhaft erneuert werden.

Gracht erhält Schutzstreifen

Die Straße Gracht führt von der Essener Straße in Richtung Heißen-Kirche. Da die Straße bis zur Kattowitzer Straße vollständig erneuert werden musste, schlug die Verwaltung der Bezirksvertretung 1 vor, den Fahrbahnquerschnitt dermaßen zu ändern, dass ein Schutzstreifen angelegt werden kann. Den bergauffahrenden Radlerinnen wird dieser Seitenstreifen nach Abschluss der Arbeiten zur Verfügung stehen. Bergab erschien eine Separation des Radverkehrs aufgrund der deutlichen höheren Geschwindigkeiten der RadlerInnen nicht der Sicherheit dienlich, so dass man sich hier auch zukünftig zwischen dem Kfz-Verkehr behaupten muss.

Fahrradroute nach Saarn unterbrochen

Auf zunächst unbestimmte Zeit sieht sich die Stadt Mülheim gezwungen, dass Radfahren auf dem Walzenwehr am Kahlenberg nicht mehr zu gestatten. Anlässlich neuer Rechtsprechung ist die Erhöhung der Geländer auf 1.30 m aus Gründen der Verkehrssicherheit erforderlich geworden. Da die Verbindung jedoch als Alltags- und Freizeitroute zwischen Mülheim, Saarn und Kettwig trotz restriktiver Beschilderung faktisch kaum von ihrer Attraktivität einbüßen wird, dürfte sich das Verhalten der Verkehrsteilnehmer wohl kaum signifikant der veränderten Rechtslage unterordnen. Tatsächlich kann ausschließlich eine Erhöhung der Geländer die Verkehrssicherheit faktisch herstellen. Nur durch ein schnelles Handeln der Stadt kann das Problem gelöst werden.

Lückenschluss in der Langenfeldstr.

Die Langenfeldstraße ist nicht besonders fahrradfreundlich. Die schmalen Bordsteinradwege sind seit Jahren nicht mehr benutzungspflichtig. Neben der kurvigen Führung behindern seit ein paar Monaten auch rot-weiße Pfosten die hier ohnehin nur in Schrittgeschwindigkeit zugelassen Fahrt. Die Pfosten sollen eigentlich zum Schutze von Fußgänger und Radfahrer Kraftfahrzeuge fernhalten, können jedoch gerade für Radfahrer auch eine Falle sein. Jedenfalls musste dies ein ADFC-Mitglied bereits schmerzhaft erfahren. Wenigstens endet der Radweg kurz vor der Brüsseler Alle nicht mehr in einem chaotischem Straßenprovisorium, sondern wird bis zur Straße am Bühlsbach in Form beidseitiger Schutzstreifen respektabel weitergeführt.

Fahrradwache am Kaufhof nun im Kaufhofparkhaus

Der angedachte provisorische Standort der Fahrradwache konnte kurzfristig bezogen werden. Die Lage zwischen der Parkhausein- und ausfahrt an der Ruhrstraße hat sich wohl noch nicht rumgesprochen. Infolge des
Foto der Fahrradwache: Bügelständer mit einigen Fahrrädern
Innstadtumbaus werden in einigen Monaten jedoch auch die Fahrradständer an der Friedrich-Ebert-Straße entfallen, so dass dieses Provisorium hier einer der wenigen verbleibenden Möglichkeiten zum Fahrradparken bildet.


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Winter 2006.
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