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RAD im Pott Winter 2006 Im Pott

Neues aus der Cruiser-Szene

Das Ruhrgebiet entwickelt sich zunehmend als Keimzelle der Cruiser-Rad-Bewegung. Anbieter und Hersteller gibt es inzwischen etwa in Bochum, Essen und Waltrop. Anfang November trafen sich namhafte Konstrukteure zum "1. Masterbuilding Meeting" bei "best bones bikes" in Essen.

Diese Firma stellt ursprünglich hochwertige Motorrad-Umbauten der gehobenen Preisklasse her. Vor etwa einem Jahr kam man auf die Idee, als Bonus den Kunden ein gleich gestaltetes Fahrrad zu bauen. Es gab Käufer,
Foto eines Cruiser-Rades, ganz in Schwarz mit extrem langer Vorderradgabel
die waren von der Dreingabe fast mehr angetan als vom Motorrad. Ohne "Fahrzeug-TÜV" sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt und so verfolgt man inzwischen die Sache weiter.

Bei Rockmusik und Getränken waren die Kunstwerke ganz ohne störenden Motor zu bewundern. Kreativität und handwerkliches Können lassen Träume auf zwei Rädern entstehen. Auch seitens der aus allen Altersgruppen bestehenden Gästen wurden deren interessantesten Geräte präsentiert. Darunter auch Räder, die offenbar im täglichen Gebrauch waren. Ein Exemplar war sogar mit einem Kindersitz versehen.

Inzwischen hat die Szene mit "loco" ein aufwendig gestaltetes Magazin. Das Blatt ist nach eigenen Angaben das "1st european custombicycle-magazine". Dort ist z.B. vom "Locster Summer Glide" in Mönchengladbach zu lesen. Im Sommer cruisten dort 60 Biker durch die City und zogen die Blicke zahlreicher Schaulustiger auf sich - eine richtige Fahrraddemo, wenn man so will.

Es zeigt sich: Echte Männer brauchen keine Motoren. Dabei finden durchaus auch Frauen an den bequemen Rädern gefallen. Inzwischen gibt es sogar schon Kinder-Cruiser in unterschiedlichen Designs für Jungs und Mädchen.

Karsten Riedl


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Winter 2006.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de