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RAD im Pott Sommer 2006 Essen

Neues für Essens Radler

Baustellen im Ruhrtal

Die nunmehr bereits seit mehreren Jahren im Ruhrtal durchgeführten Bautätigkeiten des Ruhrverbandes werden vielleicht noch in diesem Jahr ihren Abschluss finden. So kann man mittlerweile wieder relativ ungehindert auf der Südseite des Baldeneysees, dem Hardenbergufer, entlangradeln. Zwischendurch muss man sich aber immer mal wieder auf kurzfristige Einschränkungen einrichten, da nach Auskunft der Baufirma hier und da der Weg doch noch mal aufgerissen werden muss bzw. schwere
Foto der Baustelle am Hardenbergufer
Das Hardenbergufer am Baldeneysee im Mai 2006
Baufahrzeuge auf dem Weg entlang des Sees fahren müssen. Letzteres ist auch der Grund, warum das Hardenbergufer auch noch für die nächste Zeit eine Buckelpiste mit provisorischer Asphaltdecke bleiben wird. Nach Auskunft des Tiefbauamtes der Stadt soll der Weg dann abschließend eine wirklich schöne glatte Oberfläche erhalten. Mal sehen, ob dies noch vor Ende der Radfahrsaison geschieht.

Besser sieht es dagegen beim Leinpfad Werden - Kettwig aus. Zwar war bei Redaktionsschluss der Weg ab dem Kattenturm immer noch gesperrt. Nach Auskunft von ADFClern vor Ort war die Wegeoberfläche aber bereits soweit wiederhergestellt, dass eine Freigabe des Weges unmittelbar bevorstehen müsste. Wird auch langsam Zeit, schließlich ist der Weg Bestandteil des neuen "RuhrtalRadweges".

J.B.


Diagonalsperre Grugaradweg

Ein alles andere als fahrradfreundliches Kuckucksei hat die Stadt Essen den Radlern ins Netz gelegt. Am besonders stark frequentierten Grugaradweg in Rüttenscheid hat man an der Querung Walpurgisstraße wieder Diagonalsperren angebracht, die es dort nach der Freigabe des Weges 1998 schon einmal gegeben hat. Auf Betreiben von ADFC und EFI und letztendlich im Einvernehmen mit dem Arbeitskreis Radverkehr waren sie aber wieder entfernt worden, statt dessen baute die Stadt dort eine erhöht angelegte und rot aufgepflasterte Radfahrfurt quer zur Einmündung.

Nach Einschätzung von ADFC und EFI hat diese speziell angelegte Furt jahrelang ihren Zweck gut erfüllt. Natürlich gibt es an einer solchen Stelle sich unangepasst verhaltende Radler wie es unangepasst verhaltende
Foto der Sperre quer über den Weg, mit wartenden Radfahrern
Stau an den neuen Schikanen auf dem Gruga-Radweg
Autofahrer gibt. Und so ist es auch danach vereinzelt noch zu brenzeligen Situationen gekommen, hervorgerufen allerdings auch durch die von manchen als unübersichtlich empfundene Situation. Ob hier wirklich nennenswerte Unfälle passiert sind, ist im Arbeitskreis Radverkehr aber nie zur Sprache gekommen. Warum nun die Stadt mit der Wiedereinführung der Diagonalsperren wieder eine Maßnahme einseitig zuungunsten der Radfahrerer durchgeführt hat, ist noch völlig unklar.

Die Fahrradverbände ärgert nicht nur der Umstand, dass dies ohne jegliche Absprache -- also quasi hinten herum -- erfolgt ist. Mit dieser Maßnahme behindert man den speziell hier besonders starken Radverkehr ausgerechnet auf einer Hauptradroute! Und das, obwohl es sich bei der zu querenden Straße auch noch um eine Nebenstraße (Tempo 30-Zone!) handelt! Für eine sich als "Fahrradfreundliche Stadt" bezeichnende Kommune ein unmöglicher Zustand!

Ärgerlich sind die Diagonalsperren auch als solche -- zu eng, zu steile Winkelung und auf einer Seite diesbezüglich auch noch falsch montiert (Winkel in Fahrtrichtung größer als 90!!) -- eine richtiggehende Schikane für Tandems und Fahrräder mit Kinderanhänger.

Die Fahrradverbände fordern die sofortige Entfernung der Diagonalsperre, bis man sich auf eine einvernehmliche Lösung für diesen Bereich geeinigt hat.

J.B.


Jetzt gehts los: Mit dem Rad zur Arbeit

Schon 2005 nahmen über 100.000 Berufstätige an der gemeinsam von ADFC und AOK initiierten Aktion teil. Auf der Auftaktveranstaltung am 29. Mai treten neben Bundesverkehrsminister Tiefensee auch die Vorsitzenden von ADFC und AOK in die Pedale. Der AOK Essen liegen jetzt schon zahlreiche Anmeldungen vor. So beteiligen sich wieder etliche Mitarbeiter der Stadtverwaltung Essen aktiv. Auch die Fachklinik Rhein/Ruhr in Essen-Kettwig unterstützt "Mit dem Rad zur Arbeit". Weitere Informationen, z.B. über die attraktiven Preise, bei der AOK-Essen und beim ADFC oder unter

www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de

(siehe auch S. 42)

K.R.


Radkodierung kostenlos

Am 6. Mai fand eine kostenlose Kodierungsaktion in der Radstation am Essener Hauptbahnhof statt. Aus organisatorischen Gründen gab es nur einen Hinweis im Fahrradkalender der Stadt Essen. Ohne weitere Pressearbeit fanden sich zwischen 10:00 und 13:00 immerhin 10 Fahrradbesitzer zur Kodierung ein.

Die Radstation betreibt das Kodiergerät des Essener ADFC. Ansprechpartner zur Terminabsprache ist Herr Ungar (Tel.: 0201 / 22 35 45). Notwendig sind Personalausweis, Kaufbestätigung und das Fahrrad; Kostenpunkt normalerweise 10,-€ (für ADFC-Mitglieder nur 7,-€); Dauer: 20 Minuten. Eine Kodieraktion wird auch auf dem Fahrradfest am 18. Juni im Bürgerpark starten (siehe S. 22).

K.R.


Fahrradtouren in den Medien

Gute Presse hatte das Thema Fahrradfahren bislang im Frühjahr. Ende März stellten die beiden ADFC-Vorsitzenden Karsten Riedl und Jörg Brinkmann neben den sonstigen (Fahrrad-)Aktivitäten von ADFC und EFI das diesjährige Radtourenprogramm vor, was sich dann auch in diversen Zeitungsartikel niederschlug.

Eine Reaktion darauf war ein WDR-Beitrag in der "Aktuellen Stunde" Anfang April, welcher von EFI-Aktivistin Simone Erhardt mit organisiert wurde. Dieser zeigte angesichts des zumindest theoretisch einsetzenden Frühlings einen Vergleich zwischen letzten Skifahrten im Sauerland und einer ersten Familienradtour im Ruhrtal. Die Familie selbst setzte sich aus Irmgard Krusenbaum und Jörg-Peter Kohlmann, zusammen, beide selbst einmal bei ADFC bzw. EFI aktiv gewesen, sowie ihren beiden Kindern Simon und Iska.

Auf ihrer ersten Fahrt als Radtourenleiterin hatte Simone Erhardt dann Begleitung von einer Radioreporterin von Radio Essen. Zwar nicht "live", aber im Laufe der darauf folgenden Woche wurde dann von der Tour und kleinen Schwierigkeiten berichtet. Aber insgesamt war das Fazit wohl doch positiv, wie zu hören war.

K.R./J.B.


Fahrradtour mit OB Reiniger

Zum zweiten Mal wird Essens Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger offiziell zur Radtour laden. Am Dienstag, den 11. Juli, will er durch das Ruhrtal von Stadtgrenze zu Stadtgrenze radeln. Gestartet wird um 14.00 Uhr an der Schwimmbrücke zwischen Burgaltendorf und BO-Dahlhausen (Auf dem Stade). Anlass für diese etwa 30 Kilometer lange Tour ist die Freigabe des auch durch Essen führenden "RuhrtalRadweges" (siehe auch S. 3). Weitere Infos gibt es im Planungsamt beim kommissarischen Fahrradbeauftragten Christian Wagener, Tel. 88 61 620.


Infostand beim Stadtfest Essen Original

Zum dritten Mal werden ADFC und EFI mit ihrem Informationsstand gemeinsam mit der Stadt Essen auf dem Stadtfest Essen Original von Freitag, 25. August, bis Sonntag, 28. August vertreten sein. Standort wird voraussichtlich wieder die Kettwiger Straße in Höhe des Burgplatzes sein. Wie immer gibt es viele Informationen zu allen Bereichen des Radfahrens in und um Essen, wobei man sich hier mit dem Infostand der Stadt ideal ergänzt.

J.B.


Neuer ADFC-Vorstand

Der bei der letzten Mitgliederversammlung gewählte neue Vorstand des Essener ADFC ist in der letzten RAD im Pott noch kurz namentlich präsentiert werden, ein entsprechender Fototermin konnte aber erst nach Redaktionsschluss erfolgen. An dieser Stelle das Ergebnis:
Foto der Personen mit Fahrrädern vor dem Verkehrs- und Umweltzentrum in Essen
(von links) Vorstandsmitglieder Rüdiger Sang und Peter Kayser, Vorstandsvorsitzende Karsten Riedl und Jörg Brinkmann sowie Kassenwart Jens Dobrunz.


Neuer Fahrradstadtplan

Ebenfalls in der letzten Ausgabe der RAD im Pott ist ausgiebig der neue Essener Fahrradstadtplan vorgestellt worden. Die offiziele Präsentation fand dann zusammen mit der Vorstellung des "Essener Fahrrad-Kalenders 2006" Anfang April im Deutschlandhaus statt. Auf dem Foto von der Stadt sind zu sehen (von links): Kartographin Anke Hansen (maßgebliche Bearbeiterin der Radkarte), Planungsdezernent Hans Jürgen Best, Abteilungsleiter Kartograhie Klaus Kaiser, kommissarischer Fahrradbeauftragter Christian Wagener sowie ADFC-Vorsitzender Jörg Brinkmann.

Foto der Personen mit dem Stadtplan in der Hand


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Sommer 2006.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de