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RAD im Pott Herbst 2006 Essen

Zweite offizielle Radtour mit Oberbürgermeister Reiniger

Von Stadtgrenze zu Stadtgrenze durchs Ruhrtal

Mitte Juli hat die Stadt Essen zum zweiten Mal eine Radtour unter Beteiligung von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger für alle Bürgerinnen und Bürger ausgerichtet. Bei schwülwarmem Wetter führte die Route dieses Mal entlang des Ende April eröffneten Ruhrtal-Radweges.

Die in erster Linie als Promotion-Tour für.s Radfahren in Essen gedachte Fahrt war ausgearbeitet und organisiert worden vom städtischen Fahrradbeauftragten Christian Wagener. Gestartet wurde an der östlichen Stadtgrenze in Höhe der Schwimmbrücke zwischen Essen-Burgaltendorf und Bochum-Dahlhausen, Ziel war der hinter der westlichen Stadtgrenze gelegene Mülheimer Ortsteil Mintard. Begleitet wurde die aus etwa 30 Personen
Foto der Radfahrergruppe auf einem Weg im Grünen
Die Fahrradgruppe an der Mülheimer Stadtgrenze angekommen; vorne links die beiden Fahrradbeauftragten Helmut Voß (Mülheim) und Christian Wagner (Essen)
bestehende Radlergruppe neben einiger Prominenz aus Politik und Verwaltung auch von vier Mitgliedern der neuen Radlerstaffel der Essener Polizei.

Für einige Mitradler, die wie der Oberbürgermeister keine eigenen Räder mitgebracht hatten, wurden vor Ort Leihräder aus der Essener Radstation gestellt. Der Betreiber der Radstation, die "Neue Arbeit der Diakonie", zeichnete sich auch verantwortlich für die Bereitstellung kühler Getränke während der offiziellen Pause am Haus Scheppen -- ein Angebot, das angesichts der Witterung von den Radlern dankbar angenommen wurde.

Eine nette Idee zu Beginn war der beinahe schon als "Stabübergabe" zu verstehende Auftritt des Bochumer Fahrradbeauftragten Karsten Goldack, der in einem kurzen Abriss über die Radverkehrspolitik der Nachbarstadt berichtete. Insofern lag es nahe, dass am Ende der Tour die Radlergruppe vom Mülheimer Fahrradbeauftragten Helmut Voß begrüßt wurde. Dieser informierte dann über den aktuellen Stand beim Ausbau des Ruhrtal-Radweges auf Mülheimer Gebiet.

Der Essener Fahrradbeauftragte Christian Wagener selbst hatte unterwegs etliche Haltepunkte eingeplant, bei denen er sowohl auf die touristischen Highlights am Wegesrand hinwies wie auch diverse radfahrerische Belange abhandelte. Vor allem der miserable Wegezustand des Hardenbergufers auf der Südseite des Baldeneysees fiel unangenehm auf (was ja nun ein Ende haben soll / siehe S. 28). Aber auch die nach wie vor nicht gelöste Führung des Ruhrtal-Radweges durch den Stadtteil Werden war Thema vor Ort. Von ADFC und EFI kritisch vermerkt wurden der nach wie vor neuralgische Bereich des freien Rechtsabbiegers an der Kreuzung Ruhrallee/ Marie-Juchacz-Straße in Rellinghausen sowie die teilwiese unfachmännisch durchgeführte Wiederherstellung des Radwanderweges zwischen Werden und Kettwig.

Insgesamt war man sich aber doch darüber einig, dass Essen auf einem, wenn auch manchmal recht holprigen Weg zu einer fahrradfreundlicheren Stadt ist. Ein Weg, an dem sich die Radfahrer selbst aktiv beteiligen können, beispielsweise durch verstärkte gegenseitige Rücksichtnahme - gerade auch im Ruhrtal.

J.B.

P.S.: ADFC und EFI sind gespannt, wohin die Fahrradtour mit dem Oberbürgermeister im kommenden Jahr führen wird.


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Herbst 2006.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de