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RAD im Pott Frühjahr 2006 Essen

Vier Tourenvorschläge sowie etliche Neuerungen enthalten

Neuauflage des Essener Fahrradstadtplans

Unter dem etwas sperrig anmutenden Titel "Amtliche Fahrradkarte Stadt Essen" erscheint im April die zweite, überarbeitete Auflage des Essener Fahrradstadtplans. Am Konzept - Karte und Begleitheft in einer transparenten Plastikhülle - ändert sich nichts, wohl aber einiges am Inhalt. Hier wird deutlich mehr geboten als in der ersten Auflage. Ins Auge fallen dabei die drei beigelegten Faltblätter mit Themenradtouren - dazu am Ende mehr.

Haupttenor von Karte und Begleitheft ist wie bisher die detaillierte Darstellung und Erläuterung des Essener Hauptroutennetzes mit all seinen Aspekten. Dies wurde ebenso auf den neuesten Stand gebracht wie die genaue
Umschlag des Fahrradstadtplans
Darstellung der Radverkehrsanlagen. Zusätzlich enthält die Karte das NRW-Landesroutennetz, das in Essen zwar immer noch nicht ausgeschildert ist, dessen Routenführung man aber nun anhand der Karte nachvollziehen kann, selbst über die Essener Stadtgrenzen hinaus.

Neu sind auch die Steigungspfeile, so dass man bei der Tourenplanung durch die Stadt sofort sehen kann, wo es rauf und runter geht. Auf eine differenzierte Darstellung der Steigungsgrade wurde allerdings verzichtet, da diese von den in ihrer Leistungsfähigkeit und Kondition verschiedenen Radlergruppen immer wieder unterschiedlich bewertet werden. Was für die einen locker zu bewältigende Steigung sind, lässt andere vielleicht schon vom Rad steigen. Neu hinzugekommen sind bei den touristischen Radrouten auch die Darstellungen des "Emscher Radweges" und des "Ruhrtal-Radweges". Ebenfalls berücksichtigt wurde die teilweise geänderte Führung des "Emscher Park Radweges".

Sowohl in der Karte wie im Begleitheft finden sich jetzt auch die Standorte der vielen Sehenswürdigleiten in dieser Stadt. Völlig überarbeitet wurde das Verzeichnis von Fahrradhändlern und Verleihstationen, darunter die demnächst öffnende Radstation am Bahnhof Altenessen sowie die neue RevierRad-Station auf Zeche Bonifacius in Kray. Wer die Karte aufmerksam studiert, dem wird auch auffallen, dass diese zwei Gitternetze enthält - zum einen das bisher verwendete Suchgitter, mit dessen Hilfe man im Begleitheft Straßen und viele wietere Objekte aufspüren kann. Zum anderen das sogenannte UTM-Gitter, anhand dessen man sein GPS-Navigationsgerät vorab auf eine exakte Position einstellen kann.

Vier Radtourenvorschläge

Als Bonbon werden vier neue Themenradtouren mitgeliefert, von denen eine wie bisher in der Karte enthalten ist und im Begleitheft beschrieben wird. Es handelt sich dabei um die "Fahrradtour durch Stift und Stadt Essen", deren Routenführung in Altenessen beginnt, sich dann entlang der Standorte historischer Kirchenbauten orientiert und in Werden endet.

Die anderen drei Tourenvorschläge sind als Faltblätter beigelegt. Sie enthalten jeweils eine Beschreibung der Radtouren-führung sowie der auf der Route liegenden Sehenswürdigkeiten. Auf den Rückseiten befinden sich die entsprechenden Kartenausschnitte, in welche die jeweilige Radtour sowie die dazugehörigen Sehenswürdigkeiten eingezeichnet sind.

Die Umschläge der drei Tourenvorschläge
Bei allen Touren handelt es sich um Rundkurse, von denen eine durch das Ruhrtal bzw. um den Baldeneysse, die andere auf ehemaligen Bahntrassen durch das nördliche, östliche und südliche Stadtgebiet führen. Die dritte Tour orientiert sich an den Standorten der Zeche Zollverein im Essener Nordosten, Wattenscheid und Gelsenkirchen. Wem ein Teil der Touren bereits bekannt vorkommt, der liegt richtig: Drei der insgesamt vier Touren stammen aus dem Radtourenpool von ADFC und EFI, haben also ihren Praxistest hinter sich.

Die drei Tourenfaltblätter liegen, wie bereits erwähnt, dem neuen Fahrradstadtplan bei, welcher mit 5,50 € nicht nur deswegen ein wenig teurer geworden ist. Dafür bietet er wie erwähnt auch einiges mehr als sein Vorgänger. Wer nur die drei Tourenflyer haben möchte: Diese gibt's auf Anfrage kostenlos bei der Stadt (z.B. in der Touristikinformation gegenüber dem Hauptbahnhof) und natürlich in der Geschäftsstelle von ADFC und EFI im Verkehrs- und Umweltzentrum.

J.B.


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2006.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de