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RAD im Pott Frühjahr 2006 Mülheim

Ruhrradweg wirft Licht und Schatten voraus

Mit dem Erscheinen dieser Ausgabe dürfte die Montage der Wegweisung des neuen Radwanderweges von der Quelle bis zu Mündung zumindest auf Mülheimer Stadtgebiet abgeschlossen sein. Da der Rundkurs Ruhrgebiet hier deckungsgleich verläuft, wird auch dessen Beschilderung nun vollständig mit den rot-weißen Wegweisern modernisiert. Leider erwarten die Premiereradler mit der Eröffnung des Ruhrradweges am 30. April 2006 nicht nur landschaftliche Höhepunkte (Ruhrtal bei Mintard, Saarner Ruhraue...) und touristische Highlights (Kloster Saarn, Aquarius...) Höhepunkte, sondern auch noch ettliche Kilometer unschöner Wegestrecken. Kurze Abschnitte (z.B im Bereich des Reiterhofes Neuhaus und unter der Mendener Brücke) sind zwar schon saniert, längere Abschnitte warten jedoch noch auf eine Verbesserung. So ist die Mintarder Dorfsstraße ein absoluter Flickenteppich, ebenso der Weg am Styrumer Freibad. Beide Straßen stehen allerdings im diesjährigen Straßenbauprogramm zur Sanierung an und sollen nach dem Willen der Verwaltung auch möglichst noch im Frühjahr umgesetzt
Foto des Ruhrradweges: Ein Weg mit etwas unebener Oberfläche mit Birken rechts und einem einzelnen Haus links
Der Ruhrradweg in Mintard
werden. Ein größeres Problem stellt der Mintarder Auenweg dar. Den schlechten Wegezustand hatte der ADFC der Verwaltung vor rund einem Jahr in einem Schreiben mitgeteilt. Nach Auskunft der zuständigen Dezernentin Helga Sander ist hier zumindest mittelfristig eine Lösung in Sicht. Ein weiterer Probelmpunkt bildet in Styrum die Querung der Steinkampstraße. Zwar ist hier zur Zeit eine Baustellenampel vorhanden. Diese würde jedoch mit der Fertigstellung eines dortigen Walzenwehrs von verantwortlicher Stelle wieder entfernt werden. Hier ist der zuständige Straßenbaulastträger (Landesbetrieb Straßenbau NRW) aufgefordert, diese Ampel für Radfahrer und Fußgänger zum Freibad) als dauerhafte Lösung zu übernehmen und zu betreiben. Ferner gibt es für diverse Mängel im Bereich der Moritzstraße kurzfristig keine Verbesserungen. Und der Bau eines neuen Weges in der Ruhraue vom Stadion bis zum Oberhausener Ruhrpark ist noch vollends Zukunftsmusik. Solange werden die Radtouristen über die wenig attraktive Solbad- und Friesenstraße geführt werden müssen.

klr


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2006.
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