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RAD im Pott Frühjahr 2006 Im Pott

Bau von Musterwegestrecke im Nordsternpark

Schöner Radeln entlang der Emscher

Der Emscherweg, ein Rad- und Wanderweg entlang der Emscher, ist auf 106 km Länge zwischen Holzwickede bei Dortmund und Dinslaken verbindendes Element der Region. Um ihn optisch einheitlich und für alle Nutzer auch deutlich erkennbar zu gestalten, baut die Emschergenossenschaften jetzt zwischen Essen und Gelsenkirchen eine 620 Meter lange Musterwegestrecke. Mit einer Befragung wird im Sommer 2006 die Meinung der Bürger vor Ort dazu eingeholt.

Seit 2000 ist der so genannte "Emscherweg" ständiger Begleiter der Emscher. Auf ihm kann man von Dortmund bis nach Dinslaken radeln, spazieren gehen oder sich einfach von Stadtteil zu Stadtteil bewegen. Das war nicht immer so: Erst Ende der 90er Jahre, mit Fertigstellung und Inbetriebnahme aller Emscher-Kläranlagen und einer damit deutlich reduzierten Geruchbelastung, entschied sich die Emschergenossenschaft die Betriebswege als Radwege für die Öffentlichkeit freizugeben. In verschiedenen Abschnitten wurde der Weg fertiggestellt; das letzte Teilstück zwischen dem Emscherquellhof in Holzwickede und Dortmund-Deusen, rund 26 km lang, ging im Juli 2004 "ans Netz".

Vor dem Hintergrund des Emscher-Umbaus und einer verstärkten Nutzung des Weges durch Erholungssuchende hat die Emschergenossenschaft nun mit dem Bau einer Musterwegestrecke im Gelsenkirchener Nordsternpark (ehemaliges Gelände der Bundesgartenschau 1997) begonnen. Bislang üblich ist eine
Foto eines großen Baustellenschildes "emscher:weg" mit Weg im Rohbau im Hintergrund
Rechts eine erste Teststrecke des Emscherweges im Nordsternpark
wassergebundene Wegedecke. In dem Pilotprojekt werden jetzt unterschiedliche Straßenbaumaterialien wie Dolomitsand, Kunstharz, Asphalt und Beton mit unterschiedlichen Oberflächen und Farben auf einer Länge von 620 Metern zwischen Nordsterngelände (Höhe Pumpwerk Gelsenkirchen Horst) und der Straße Am Bugapark eingebaut. Auch kleine Terrassen an der Emscher als Rastpunkte werden hergestellt. Die Arbeiten haben Anfang Dezember begonnen und sollen im Frühjahr 2006 abgeschlossen sein. Ziel ist es, unter gestalterischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten die günstigste Bauart zu ermitteln. Außerdem werden die Nutzer über eine Befragung vor Ort ihre Meinung über die verwendeten Materialien und Gestaltung einbringen können. Dazu werden im kommenden Frühjahr Fragekarten an die Radfahrer und Spaziergänger im Nordsternpark verteilt.

Quelle: Emschergenossenschaft, Patricia Bender


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2006.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de