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RAD im Pott Winter 2005 Duisburg

ADFC begrüßt die Radstation

"Endlich", so der erfreute Ausruf von Harald Höbusch vom ADFC Duisburg, "endlich kommt die Radstation!" Seit mehr als 10 Jahren kämpft der Duisburger ADFC um diese sinnvolle Verknüpfung zweier umweltfreundlicher Verkehrsmittel. Nicht die Tretmühlen, wie in einigen Medien beschrieben, sondern die hochwertigen Fahrräder werden es sein, die im geschützten Bereich der Radstation ihren Unterstand finden. Denn Diebstahl und Vandalismus haben viele Duisburger davon abgehalten, ihr gutes Stück für die Fahrt in die Innenstadt zu nutzen, geschweige denn, es über Nacht dort stehen zu lassen, führt der Verkehrsexperte weiter aus. Wer sich im Umfeld des Hauptbahnhofes umsieht, wird schnell merken, was unter dem Begriff "Bahnhofsrad" zu verstehen ist: alte, häufig nicht verkehrssichere Fahrräder werden für den Weg zum Bahnhof genutzt. Fahrräder, bei denen der Diebstahl (fast) nicht schmerzt. Die neuen oder hochwertigen Räder blieben daheim.

Leider wird der einstimmige Ratsbeschluss von 2001 nur in einer reduzierten Version umgesetzt. Bei der jetzigen Planung sollen fast 200.000 € eingespart werden. "Hoffentlich geht das nicht zu Lasten der Qualität", fürchtet Vorstandssprecher Herbert Fürmann, denn schon die Lage der Radstation unter dem UCI-Kino ist nicht optimal. Vor allem ein guter Weg zum Eingang der Radstation bereitet dem ADFC Kopfzerbrechen. "Hier sind deutliche Optimierungen möglich und erforderlich. So ist eine direkte Führung der Fahrradfahrer über die Busspur zur Radstation notwendig."

Die Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass sich in etwa die Anzahl an Fahrrädern in der Station wiederfinden, die vorher um den Bahnhof herum verteilt waren -- zusätzlich versteht sich. Wie kann man den öffentlichen Nahverkehr und das gesundheitsfördernde Fahrrad besser voranbringen? Eine Frage, auf die Harald Höbusch keine Antwort mehr braucht.

Und jetzt wird auch eine anderes Problem gelöst. An vielen S-Bahnhöfen sollten Fahrradboxen für mehr Sicherheit sorgen. Bisher fand sich niemand, der dafür die Schlüsselgewalt übernehmen wollte. Bei der Paritätischen Initiative für Arbeit, einem erfahrenen Betreiber nicht nur für Radstationen, sind auch die Boxen in guten und verantwortungsvollen Händen.

(Nach Redaktionsschluss hat der Rat der Stadt über die Radstation beraten.)


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Winter 2005.
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