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RAD im Pott Winter 2005 Essen

Neues von Karstadt

Ab 2006 wird die nordwestliche City zwischen Berliner Platz und Limbecker Straße für mindestens zwei Jahre von einer riesigen Baustelle geprägt werden. Dann beginnt der Karstadt-Konzern mit dem Bau seines Einkaufszentrums (siehe RiP 2/2005). So notwendig dieser Komplex für den angeschlagenen Kaufhaus-Konzern auch sein mag -- es ist schon erstaunlich, wie widerspruchslos die Stadt Essen einem derartigem Klotz zustimmt, der den seit ewigen Zeiten hier bestehenden Zugang zur Innenstadt endgültig verriegelt. Einen Limbecker Platz wird es so zukünftig auch nicht mehr geben. Dort werden alle Bäume dran glauben müssen, insgesamt sind es insgesamt 89 Bäume, die weichen müssen -- und das in der ohnehin nicht sonderlich grünen City.

ADFC und EFI hatten in einem Schreiben an die Stadt gefordert, dass eine Fahrbeziehung für Radler vor allem von der Altendorfer Straße in Richtung Innenstadt in jedem Fall erhalten bleiben müsse. Momentan existiert zumindest theoretisch eine solche Verbindung zwischen den noch stehenden Häusern von Karstadt und Sinn-Leffers, wurde allerdings nie offiziell für den Radverkehr freigegeben. Dabei stehen gerade hier besonders viele Fahrradständer. Genau diese nie erfolgte Freigabe ist auch die Begründung der Stadt in einem Antwortschreiben, in dem u.a. als Alternative die Kreuzeskirchstraße angeführt wird.

Zumindest der Presse war zu entnehmen, dass es mit dem Karstadt-Neubau immerhin auch wieder Fahrradabstellanlagen geben soll, allerdings kein Wort über Anzahl und Standort. Angesichts der Dimension des Komplexes wird nach Ansicht von ADFC und EFI in jedem Fall die Anzahl der Fahrradständer höher sein müssen als heute -- und das an Standorten, die möglichst dicht an den Eingangsbereichen liegen!

J.B.


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Winter 2005.
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