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RAD im Pott Herbst 2004 Mülheim

Auftakt zu Ruhrbania ?

Neue Führung im Bereich Schloßbrücke

In Kürze fertiggestellt ist ein parteiübergreifendes Lieblingsprojekt, nämlich die Wiederherstellung der Fahrtbeziehung von der Friedrichstraße über die westliche Leineweberstraße zur Schloßbrücke. Was Autofahrern den Umweg über die Konrad-Adenauer-Brücke bzw. das Wenden über die westliche Bahnstraße ersparen soll, steht natürlich auch Radfahrern zur Benutzung frei. Diesen bleibt der Umweg über die kleine Schloßstrasse entlang des Kaufhofs erspart. Allerdings weist die neue Verbindung, da als Provisorium konzipiert, keine Radverkehrsanlagen auf. Um den zusätzlichen Kfz-Verkehr auf der
Foto des Radweges in der Leineweberstraße
Blick auf den zurückgebauten, ehemaligen Zweirichtungsradweg in der Leineweberstraße. Auf der rechten Seite wird ein neuer Radweg gebaut.
Schloßbrücke abwickeln zu können, wurde sogar der Zweirichtungsradweg entlang des ehemaligen städtischen Museums zurückgebaut. Dafür entsteht auf der gegenüberliegenden Straßenseite entlang des Möbelgeschäftes ein neuer Radweg für den stadteinwärts gerichteten Verkehr. Auf der Schloßbrücke selbst wird der südliche Gehweg als gemeinsamer Geh- und Radweg beschildert. Der verschmälerte Alt-Radweg steht natürlich dann nur noch stadtauswärts fahrenden Radlern zur Verfügung. Dies ist eigentlich zu begrüßen, da der Radweg im alten Zustand zahlreiche gefährliche Situationen zwischen sich begegnenden Radfahrern provozierte. Sollten allerdings in alter Gewohnheit "Geisterfahrer" auftreten, müssten in Zukunft äußerst gefährliche Begegnungen befürchtet werden. Da das legale Fahren auf der linken Straßenseite in der Leineweberstraße und dem Dickswall aufgrund der ausschließlich auf der nördlichen Straßenseite bestehenden Radverkehrsanlagen vorerst Bestand hat, wird der Radverkehr mittels einer neuen Signalanlage nach der Querung der kleinen Ruhrstraße, die Leineweberstraße querend von dort wie bisher über die kleine Schloßstrasse und Friedrich-Ebert-Straße wieder zur Leineweberstraße geführt.

Positiver Nebeneffekt der Gesamtmaßnahme ist, dass das "verkehrte" Queren des freien Rechtsabbiegers an der Stadthalle entfällt und stadtauswärts der Radverkehr in Richtung Broich/Speldorf somit geradlinig und eindeutig neben dem Geradeausfahrstreifen verlegt werden konnte. Allerdings müssen Radfahrer stadteinwärts stattdessen -- nun auf der rechten Straßenseite fahrend -- im Bereich der Mühlenbergkreuzung der Fußgängerführung folgen. Auch dies ist lediglich eine Zwischenlösung bis zum Umbau der gesamten Kreuzung im Rahmen von Ruhrbania. Somit hat Mülheim ein Provisorium mehr.


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Herbst 2004.
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