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RAD im Pott Herbst 2004 Im Pott

Essener ADFCler enterten ICE-Zug mit Rädern

Die Mitnahmemöglichkeit von Fahrrädern in den Zügen des Fernverkehrs der Deutschen Bahn AG -- noch bis in 90er Jahre ein scheinbar zukunftsträchtiger Bereich -- hat sich in den letzten Jahren massiv verschlechtert. Besonders gravierend war der Entfall sowie die Umwandlung der bei Radtouristen besonders beliebten InterRegio-Züge in aufpreispflichtige InterCity-Züge, in denen die Fahrradmitnahme aber immerhin noch möglich geblieben ist. Noch einschneidender war die Umstellung etlicher InterCity- und EuroCity-Verbindungen auf die neuen ICE-Triebzüge. In diesen lehnt die DB die Fahrradmitnahme kategorisch ab.

So gibt es ausgerechnet ins Fahrradland Holland keine direkte Mitnahmemöglichkeit für Fahrräder mehr, seit die frühere EC-Verbindung zwischen Köln und Amsterdam auf ICE-Triebzüge umgestellt wurde. Massiv
Foto der Radfahrer auf dem Essener Bahnsteig mit einfahrendem ICE
verschlechtert hat sich seit der Eröffnung der Neubaustrecke zwischen Köln und Frankfurt auch die Fahrradmitnahme in Richtung Süden, bei welcher ebenfalls viele bisherige IC-Verbindungen durch ICE-Züge ersetzt wurden.

Die Folge: Die Zahl der transportierten Fahrräder sank bei der DB von 312.000 im Jahr 2002 um fast 14% auf 270.000 in 2003. Dagegen stiegen die Fahrradmitnahmen in den CityNightLine-Zügen sowie beim DB NachtZug. Ein Zeichen dafür, dass die Bereitschaft bei Radtouristen, die Bahn in jedem Fall nutzen zu wollen, sehr ausgeprägt ist.

Seit einiger Zeit führt nun der ADFC bundesweit eine Kampagne zur Mitnahme von Fahrrädern in den ICE-Zügen der Deutschen Bahn durch. Passend zur Urlaubszeit haben Anfang August der Essener ADFC und die EFI mit einer Aktion die Kampagne unterstützt.

So erschienen an einem Freitagnachmittag zehn ADFCler mit gepackten Rädern auf einem der Fernbahnsteige im Essener Hauptbahnhof. Der einfahrende ICE-Triebwagen nach Berlin wurde geentert -- natürlich nur symbolisch, was aber schon ausreichte, um hektische Reaktionen bei den beiden Zugschaffnern auszulösen. Die vor Ort anwesende Presse, darunter das WDR-Lokalfernsehen, bekam jedenfalls die Bilder, die sie haben wollte. Nach einigen Minuten wurde die Aktion beendet, da der ohnehin bereits verspätete ICE zeitlich nicht noch weiter ins Hintertreffen geraten sollte.

Die Aktion war nur ein kleiner Beitrag zur ICE-Kampagne des ADFC. Aber vielleicht können viele solcher Aktionen den Stein ins Rollen bringen....

J.B.


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Herbst 2004.
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