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RAD im Pott Herbst 2004 Jubiläum RAD im Pott

50. Ausgabe der RAD im Pott

Fünfzigmal RAD im Pott, da möchte die Redaktion einmal kurz innehalten und einen kurzen Rückblick wagen. Schließlich ist es nicht selbstverständlich, dass eine kleine, ausschließlich ehrenamtlich erstellte Fahrradzeitschrift immerhin zwölf Jahre lang kontinuierlich über Radverkehrspolitik, Fahrradtouren und -technik und vieles mehr berichtet.

Begonnen hat alles 1991 mit der damals erfolgten Neustrukturierung des ADFC. Die aus ehemaligen Ortsgruppen entstandenen Kreisverbände in Duisburg und Oberhausen/Mülheim suchten nach einer Möglichkeit zur Herausgabe einer gemeinsamen regionalen Fahrradzeitschrift. Markus Westphalen, später Landessprecher des ADFC in NRW, sowie Michael Steinbach waren die treibenden Kräfte. Es gab etliche Vorbereitungstreffen, bei denen auch die Essener Fahrrad-Initiative (EFI) hinzukam. Der sich Ende 1992 neu gebildete Essener Kreisverband des ADFC stieß übrigens erst mit dem dritten Heft mit ins Boot. Neben etlichen anderen Problemen gestaltete sich auch die Namensgebung recht mühsam. Titel wie "Radzeit", "RADau", "Rückenwind" und "Rad & Tat" standen zur Debatte. Nur knapp konnte sich "RAD im Pott" durchsetzen.

Ende Juni 1992 erschien dann die erste Ausgabe der RAD im Pott mit 32 Seiten und einer Auflage von 2500 Heften. Letztere hat sich bis heute verdoppelt, und auch die Seitenzahl hat sich merklich erhöht. So wurde mit der letzten Sommerausgabe erstmals ein Umfang von 56 Seiten erreicht.

Die 50 Ausgaben bestehen insgesamt aus 2056 Seiten, die sich wie folgt zusammensetzen: 322 Seiten mit allgemeinen Themen (vor allem die "Im Pott"-Seiten), 765 Seiten mit lokalen Themen aus Duisburg, Essen, Mülheim und Oberhausen, 189 Seiten Radtouren-Ankündigungen, 610 Seiten Anzeigen.

Schwerpunkt der RAD im Pott war von Beginn an die Förderung des Radverkehrs. So gesehen ist diese Zeitschrift auch immer parteiisch gewesen, jedoch nie ohne über den Tellerrand zu blicken. So sind Fußgänger und Öffentlicher (Nah-)Verkehr immer wieder Thema gewesen -- nicht nur in ihrem Verhältnis zum Radverkehr. Auch ist der Autoverkehr kein erklärtes Feindbild für die Redaktion, Leitbild ist vielmehr ein gleichberechtigtes Nebeneinander der verschiedenen Verkehrsmittel -- momentan allerdings immer noch mehr Wunschdenken als Realität.

Natürlich spielt auch der Freizeitradverkehr ein gewichtige Rolle in der RAD im Pott, wovon nicht nur die große Zahl der angekündigten Radtouren zeugt. Die gerade im Ruhrgebiet in den letzten Jahren in großer Zahl geschaffenen radtouristischen Verbindungen finden in den Heften ebenso breiten Raum wie neue Radwanderkarten.

Abgesehen von ständigen Bemühungen, das Heft strukturell klarer zu gliedern, hat sich bei der RAD im Pott in den zwölf Jahren nicht sonderlich viel geändert. Auch das Erscheinungsbild ist weitgehend gleich geblieben, was auch mit den technisch begrenzten Möglichkeiten der ehrenamtlich arbeitenden Redaktion zusammenhängt. Augenfälligste Änderung war die nach 12 Heften erfolgte Umstellung der Umschlag- sowie der Radtourenseiten von blauem auf hellgraues Papier. Aber das ist auch schon mehr als acht Jahre her.

Traditionell kann die RAD im Pott auf einen recht stabilen Pool von Autoren aus dem Kreis der ADFC-Aktiven zurückgreifen. Im Redaktionsteam gab es eigentlich nur einen gravierenden Wechsel: Im Herbst 1998 schied Markus Westphalen, der sich bis dahin offiziell für die RAD im Pott verantwortlich zeichnete, aus der Redaktion aus. Nachfolger wurde Jörg Brinkmann, der seither gemeinsam mit Peter Gölz die redaktionellen Geschicke der Fahrradzeitschrift lenkt. Erwähnt werden sollte auch Sebastian Leske, der seit dem Jahr 2000 als Geschäftsführer die finanziellen Dinge der mittlerweile als GbR bestehenden RAD im Pott regelt. Finanziert hat sich die RAD im Pott von Beginn an über die Inserate, was bis auf wenige Ausnahmen auch immer funktioniert hat. Es lässt sich aber bereits jetzt feststellen, dass auch in dieser Beziehung die Zeiten härter werden.

Alleine können die drei ADFC-Verbände die Zeitschrift aber nicht finanzieren. Alle Beteiligten gehen jedoch davon aus, dass es die RAD im Pott auch zukünftig geben wird. Und so werden die ADFC-Mitglieder in Duisburg, Essen, Mülheim und Oberhausen das Heft weiterhin nach Hause geschickt bekommen. Ansonsten kann man sein Hefte wie gehabt in den ADFC-Geschäftsstellen, in Fahrradläden, Stadtbibliotheken oder bei den Infoständen des ADFC bekommen. Wobei man sich stets beeilen sollte, denn oftmals sind die Hefte bereits kurz nach Erscheinen vergriffen. Die Redaktion wertet dies als Kompliment und wird in diesem Sinne auch die nächsten 50 Ausgaben der RAD im Pott angehen.

J.B.


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Herbst 2004.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de