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RAD im Pott Winter 2003 Essen

Neues für Essens Radler

Radroute Innenstadt-Steele:

Mit der nun fertiggestellten Umgestaltung des Laurentius- und des Graffwegs zu Fahrradstraßen ist ein wesentlicher Abschnitt des Essener Hauptroutennetzes vollendet. Beide sowie die bereits vor einiger Zeit zur Fahrradstraße umgewidmeten Dinnendahlstraße sind eine für Radfahrer hervorragende Alternative zur vielbefahrenen Steeler Straße. Bislang war diese Route auch eine sehr beliebte
Foto des Laurentiusweges mit Schildern "Fahrradstraße" und "Einbahnstraße, Radfahrer frei"
Schleichstrecke für Autofahrer. Diesen Zustand hat die Stadt nunmehr beendet, indem man zwei kurze Abschnitte des Laurentiuswegs zur Einbahnstraße umgewidmet hat -- natürlich nur für Autofahrer, nicht für Radfahrer!

An genau diesen Einbahnstraßenabschnitten scheiden sich aber nun die Geister. Und die Proteste dagegen scheinen offenbar so lautstark zu sein, dass die Bezirksvertretung VII Anfang Dezember zur Bürgerversammlung eingeladen hat. Da kann man nur hoffen, dass Politik und Verwaltung standhaft bleiben und der Autofraktion nicht nachgeben.

Radroute Gruga-Mülheim:

Sowohl beim Runden Umwelttisch, dem Zusammenschluss der Essener Umwelt- und Verkehrsverbände, als auch beim Arbeitskreis Radverkehr bei der Stadtverwaltung wurde lang und intensiv darüber diskutiert, ob der neue Radweg (so wie bislang üblich) eine sogenannte wassergebundene Decke erhalten oder aber asphaltiert werden soll. Aus Sicht des Landschaftsschutzes spricht mehr für die wassergebundene Decke, auch ist die Herstellung preiswerter, dafür aber später wesentlich unterhaltungsintensiver. Die Asphaltdecke dagegen ist leichter zu befahren und erheblich robuster, muss also nicht ständig nachgebessert werden. Zudem gibt es keine Belastung durch Staub und Matsch. Der KVR hat eine Prüfung zugesagt, ob bei diesem Weg eine Asphaltdecke aufgebracht werden soll.

Obwohl der Radweg teilweise schon recht fertig aussieht, wird es nach Auskunft des KVR wohl doch bis Ende 2004 dauern, bis man von Rüttenscheid nach Mülheim-Heißen radeln kann. Grund ist die Brücke über den Kühlshammerweg, welche komplett abgerissen werden musste und deren Wiederaufbau gerade erst begonnen hat. Dennoch hat der KVR zugesagt, einzelne Abschnitte des Weges bereits vorab freizugeben. Mittlerweile hat man auch eine Einigung mit dem neuen Besitzer des Bahnhofsgeländes erzielt, um den Radwanderweg mittels der Unterführung unter der Alfredstraße an das Rüttenscheider Zentrum anbinden zu können.

J.B.


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Winter 2003.
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