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RAD im Pott Sommer 2003 Im Pott

Ausstellung in der Orangerie des Grugaparks in Essen

Rikscha -- Das Öko-Taxi

Schätzungsweise vier Millionen Rikschas werden in Asien betrieben. Sie leisten in Indien, Nepal, China, und anderen Ländern Süd-, Südost- und Ostasiens einen wichtigen Beitrag zum umweltfreundlichen Individualverkehr. Doch die von Muskelkraft betriebenen Verkehrsmittel haben in vielen Ländern einen zunehmend schweren Stand und sollen in etlichen Städten sogar verboten werden.

Gegen diese Tendenz in Asien stehen Entwicklungen in zahlreichen deutschen und anderen europäischen Städten wie z.B. Berlin, München, Marburg, Gießen, Frankfurt, Regensburg, London oder Prag. Dort dringt seit wenigen Jahren die Rikscha, das asiatischste aller Verkehrsmittel, in den innerstädtischen Verkehr ein. Auch in Essen wurden im vergangenen Jahr erstmalig drei "Velotaxis" eingesetzt.

Diese gegenläufigen Entwicklungen sind Anlass, das asiatische Phänomen Rikscha in Form einer Ausstellung näherzubringen. Auf der Grundlage langjähriger Beschäftigung mit den verschiedenen Regionen sollen die
Foto einer Rikscha neben einem Rolls-Royce
unterschiedlichen Facetten des Alltagslebens in Asien anhand der Rikscha aufgegriffen werden. Zugleich werden die sozialen, kulturellen und historischen Dimensionen dieses aktuell in unserer Umgebung verstärkt in Erscheinung tretenden Vertreters Asiens verdeutlicht.

Die Ausstellung "Rikscha -- Rikscha" zeigt die Bedeutung der Rikscha in zahlreichen Ländern Asiens. Neben den technischen Aspekten wird die Entwicklung der Rikscha von der Sänfte über die "Jin-riki-sha" und Fahrradrikscha bis hin zur Autorikscha dokumentiert. Es gibt sogar eine Roboter-Rikscha. Eine maßgebliche Rolle in der Ausstellung spielen die in den jeweiligen asiatischen Ländern vorherrschenden verschiedenen Rikscha-Typen sowie die sozialen Aspekte der Rikschafahrer -- ihre Herkunft, ihre Abhängigkeit von den Rikscha-Besitzern sowie ihre Lebensverhältnisse. Dokumentiert wird dies durch Fotos und Exponate. Präsentiert werden in der Gruga Fahrrad-Rikschas aus Bangladesh, Indien, Indonesien, Burma, Vietnam und Malaysia sowie eine High-Tech-Rikscha aus Berlin. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der Asienstiftung Essen zusammengestellt worden.

Vom 11. Juli bis 3. August

Im Juli ist die Ausstellung in der Orangerie des Essener Grugaparks zu sehen. Während der Ausstellung können Führungen, z.B. für Schulklassen, Diavorträge (u.a. über Rikscha-Fahrer und Sozial- und Verkehrspolitik in Asien) und Diskussionsrunden angeboten werden.

Alle weitere Informationen erhält man bei der Asienstiftung in Essen. Ansprechperson dort ist:

Dr. Klaus Fritsche Tel. (0201) 830 38 38

asienstiftung@asienhaus.de
www.asienhaus.de


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Sommer 2003.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de