<< Bericht vom Verkehrstriathlon und vom Umweltmarkt zurück zur Jahresübersicht Streichkonzert beim Straßenbau >>


RAD im Pott Herbst 2003 Essen

Geplantes Einkaufszentrum blockiert Anbindung an Universität

"Essen Arcaden" blockieren Radverkehr

Mit großem Unverständnis haben EFI und ADFC registrieren müssen, dass bislang bei den Planungen der mfi-Immobiliengruppe für das auch sonst sehr umstrittene Einkaufszentrum "Essen Arcaden" am Berliner Platz die Belange des Radverkehrs keinerlei Berücksichtigung gefunden haben. Bestätigt wurde dies Mitte August in einem vom Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger an EFI und ADFC gerichteten Schreiben.

Die Radverkehrsverbindung zwischen der Innenstadt und der Universität ist seit vielen Jahren ein großes Dilemma. Jetzt bietet der zu erwartende Rückbau der Gleisanlagen des ehemaligen Güterbahnhofs Essen-Nord erstmals die Möglichkeit, eine wirklich gute Anbindung der Universität für Radfahrer wie Fußgänger zu schaffen. Bereits heute gibt es eine nicht unerhebliche Zahl von Studenten und Uni-Mitarbeitern, die mit dem Rad zur Universität fahren. Und es wären mit Sicherheit noch mehr, wäre die Anbindung an die Innenstadt nicht so miserabel. Weder die Segerothstraße mit ihrer viel zu schmalen Bahnunterführung noch die extrem vielbefahrene Gladbecker Straße sind akzeptable Alternativrouten. Nach Ansicht von EFI und ADFC dürfen mit dem Einkaufszentrum keine Fakten geschaffen werden, die eine sichere Anbindung der Universität für den Radverkehr auf Dauer unmöglich macht.

Wie EFI und ADFC zudem in Erfahrung bringen konnten, hat es die mfi-Immobiliengruppe noch nicht in Betracht gezogen, an geeigneten Stellen adäquate Fahrradabstellanlagen aufzustellen. Eigentlich schreibt es die Landesbauordnung zwingend vor, dass bei Neubauprojekten die Belange des Radverkehrs grundsätzlich zu berücksichtigen sind. Zudem ist Essen seit acht Jahren Mitglied in der "Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Städte in NRW" und damit auch Verpflichtungen zur Förderung des Radverkehrs eingegangen. So gesehen kann mit Recht von der Stadt erwartet werden, dass sie dem Investor entsprechende Auflagen erteilt.

J.B.


<< Bericht vom Verkehrstriathlon und vom Umweltmarkt zurück zur Jahresübersicht Streichkonzert beim Straßenbau >>


Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Herbst 2003.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de