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RAD im Pott Herbst 2003 Duisburg

Duisburg goes Münsterland

In guter alter Tradition begab sich der ADFC Duisburg auch in diesem Jahr wieder auf Aktiventour. 12 Mitglieder folgten dem Aufruf von Günther Tullius, dem ausgewiesenen Münsterlandexperten des Duisburger Verbandes, sich von der Schönheit dieser Landschaft überzeugen zu lassen.

Am Lebensretter ging es los und unterwegs wurde noch der ein oder andere Aktivist eingesammelt. Wer gedacht hatte, die Beine -- nicht nur beim Liegerad -- hochlegen zu können, da Günther ja als Spezialist für Touren im "seniorengerechten Tempo" bekannt ist, der wurde enttäuscht. Äußerst flott ging es zur Sache und das erste Opfer des schnellen Tempos war der Tourenleiter selbst. Der behauptete zwar, von den Nachfolgenden "getrieben" zu werden und nur deshalb so einen hohen
Foto der Radfahrergruppe
Zahn vorzulegen, doch von den "Beschuldigten" fühlte sich keiner angesprochen. Zumal die Regeln klar waren: wer vor dem Tourenleiter fuhr, musste am Abend ein "Zwiebelchen" ausgeben. Dazu später mehr ...

Also durch Ruhrort und über den Rheindeich nach Dinslaken. Günther kannte keine Gnade: Pausen gab es nicht und auch im Dämmerwald wurde mehr pro forma gefragt, ob jemand wirklich schon rasten oder ob man nicht lieber weiterfahren wolle. Günther schien sein Image (s.o.) gründlich verändern zu wollen. Also schnell weiter nach Schloß Raesfeld, wo uns endlich eine längere Pause vergönnt war. Zusätzlich hatte Günther eine Hochzeit in der Schloßkirche arrangieren lassen, um im kulturellen Beiprogramm keine Wünsche offen zu lassen. Jede Menge lohnende Motive also für die mitreisenden Digitalfotografen, vor deren Schnappschusstrieb man nirgendwo sicher war.

Über Borken gelangten wir nach ca. 80 Kilometern nach Weseke, wo wir im fahrradfreundlichen Landhaus Lindenbusch nett empfangen wurden. Für den Abend war Grillen im Heimathaus Weseke geplant, das der dortige Heimatverein liebevoll restauriert hat. Das Hotel hatte alles gut vorbereitet und es gab reichlich Fleisch und leckere Salate. Hier kamen nun auch die "Zwiebelchen" zum Einsatz, eine Likörspezialität aus Weseke, die in kleinen Flaschen gereicht wird. Daraus allerdings zu schließen, es hätte keine "Absturzgefahr bestanden, ist ein Trug­ schluß, denn die Vorräte waren schier unerschöpflich. Am späteren Abend stellten einige ADFCler ihre Pfadfinderfähigkeiten unter Beweis und entfachten den Kamin des Heimathauses. Außer heftigem Rauch entstand irgendwann sogar ein heimeliges Feuer und sowohl drinnen als auch draußen war die Stimmung bestens.

Trotz alledem erschienen am Sonntagmorgen alle pünktlich zum Frühstück und stärkten sich für die Rückfahrt. In der Jugendburg Gemen erwartete uns eine sachkundige Führung, bevor wir uns wieder Richtung Duisburg orientierten. Bei Haus Pröbsting hätte man auch noch Boot fahren können, doch das Wetter verlockte niemanden dazu. Das war sowieso der einzig ernsthafte Kritikpunkt, dass Günther nicht für etwas mehr Wärme und schöneres Wetter gesorgt hatte und uns stattdessen mit Nieselregen plagte. Aber für echte RadlerInnen gibt es ja bekanntlich kein schlechtes Wetter, sondern höchstens falsche Bekleidung.

Über Rhedebrügge und Marienthal ging es nach Drevenack zur Krudenburg. In der dortigen Ausflugskneipe versuchte man uns zwar lange zu ignorieren, aber letztendlich führte kein Weg daran vorbei, uns Eis und diverse Getränke zu servieren.

Alles in allem also eine gelungene Tour, die Günther perfekt für uns organisiert hatte. Für die Mühe und für seine fachkundigen Erläuterungen während der Fahrt vielen Dank! Und dass er schnell fahren kann, wissen wir spätestens jetzt auch.

Peter Gölz


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Herbst 2003.
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