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RAD im Pott Frühjahr 2003 Essen

Schönebeck -- unsicheres Pflaster für Radfahrer

Der Stadtteil Schönebeck im Essener Nordwesten entpuppt sich als ein immer gefährlicher werdendes Pflaster für Radfahrer. Im vergangenen Jahr hatte die CDU verhindert, dass die Aktienstraße im Zuge von Erneuerungsmaßnahmen der Fahrbahn sichere Radfahrstreifen bekommt. Statt dessen favorisierte man einen teuren Zweirichtungsradweg, dessen Realisierung allerdings in den Sternen steht
Foto der Aktienstraße mit dem umgebauten Radwegende
Aktienstraße: Sicheres Einfädeln in den fließenden Verkehr ist für Radfahrer seit einigen Wochen nicht mehr möglich
(siehe RiP 4/2002). Nun scheint man den Kurs gegen sicheres Radfahren fortsetzen zu wollen.

Vor über sieben Jahren hatte der damalige Fahrradbeauftragte an der Aktienstraße am Ende des von Mülheim kommenden Radweges eine Ausfädelspur für Radfahrer angelegt, damit diese sich sicher in den fließenden Autoverkehr einordnen können.

Als man nun mit Erneuerungsarbeiten an der Fahrbahn begann, wurde heimlich still und leise diese Ausfädelspur und gleichzeitig auch die dazugehörige Bordsteinabsenkung entfernt. Und dieses ohne irgendeinen Beschluss oder ähnliches. Zwar ist der Gehweg im Anschluss für Radfahrer freigegeben. Allerdings ist dieser im weiteren Verlauf viel zu schmal, zudem befindet er sich in Teilbereichen in einem erbärmlichen Zustand. Auch wird er trotz vorhandenen Parkstreifens in einigen Abschnitten zugeparkt. Radfahrer können demnach sehen, wo sie bleiben. Sicheres Radfahren scheint in Schönebeck immer mehr zum Fremdwort zu werden.

J.B.


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Frühjahr 2003.
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