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RAD im Pott Winter 2002 Essen

Weiterführung der neuen Themenradtouren fraglich

Mit sehr erfreulicher Resonanz haben 2002 die ersten beiden gemeinsam von der Stadt Essen und EFI/ADFC ausgerichteten Themenradtouren stattgefunden. Nach der Tour entlang historischer Kirchen im Mai waren es etwa 30 Radlerinnen und Radler, die im September an der Tour entlang früherer Zechenstandorte teilnahmen. Viele waren wirklich überrascht, wo überall in dieser Stadt Kohle abgebaut wurde, denn bei vielen dieser ehemaligen Anlagen ist heute nur noch sehr wenig zu sehen. Oftmals finden sich überhaupt keine Spuren des Bergbaus mehr.

Foto einer Radfahrergruppe vor Schacht Amalie
Vor Schacht Amalie in Essen-Altendorf

Ob diese gerade erst aus der Taufe gehobene Tourenreihe fortgesetzt werden kann, ist leider fraglich. Denn im neuen Jahr stehen bei der Verwaltung der Stadt Essen weitere Personaleinsparungen an, von denen der ohnehin bereits gebeutelte Radverkehrsbereich im Tiefbauamt ebenfalls wieder betroffen sein soll. Zur Disposition steht vor allem der Bereich Öffentlichkeitsarbeit, welcher die Themenradtouren maßgeblich mit initiiert hat.

EFI und ADFC hoffen natürlich, dass es soweit nicht kommt und die Tourenreihe fortgesetzt werden kann. Ideen und Material hierfür gibt es genug. So soll es im kommenden Jahr beispielsweise eine Zechenradtour durch den Essener Norden geben -- hoffentlich!

J.B.


Gerade erst fertig -- und schon wieder in Frage gestellt

Fast zweieinhalb Jahre nach der offiziellen Freigabe des Zollvereinradweges kann man nun wirklich ungehindert bis zum Landschaftspark Rheinelbe in Gelsenkirchen radeln. Als letztes großes Hindernis hat der KVR im Spätsommer die unmittelbar an der Stadtgrenze liegende Brücke über die B 227 fertiggestellt.

Aber bereits jetzt ist der Erhalt dieses letzten Teilstücks des Zollvereinradweges wieder in Frage gestellt. Denn ausgerechnet hier soll der umstrittene Metrorapid über die parallel liegende Rheinische Bahnstrecke geführt werden. Da wahrscheinlich noch ein Gleis dieser kurz vor der Stilllegung stehenden Bahnstrecke für den Güterverkehr erhalten bleibt, wäre kein Platz mehr für den Radweg. Aber noch besteht Hoffnung, dass der Metrorapid scheitern wird -- Gründe hierfür gibt es bekanntlich mehr als genug -- und so dieser besonders attraktive Radwanderweg bestehen bleibt.

J.B.


Kompromiss bei Fahrradabstellanlagen in der City

In der letzten RAD im Pott wurde über den drohenden Abbau von Fahrradständern zugunsten von zusätzlichen Motorradparkplätzen in der Essener City berichtet. EFI und ADFC schalteten sich sofort ein und erreichten einen Kompromiss. Es werden jetzt zwar tatsächlich Fahrradständer entfernt werden, allerdings nur an Standorten, die bislang nie wirklich ausgelastet waren. Dafür soll es für jeden einzelnen Standort in unmittelbarer Nähe Ersatz geben. So entfällt beispielsweise auf dem Hirschlandplatz eine Hälfte der (in der Tat überdimensionierten) Abstellanlage. Dafür sollen dann im Bereich Theaterplatz/Rathenaustraße zusätzliche VRR-Bügel installiert werden. Interessanterweise hat die Verwaltung von sich aus vorgeschlagen, im Bereich Markt / Porschekanzel Fahrradständer zu installieren. Bedarf ist dort in jedem Fall vorhanden, mal sehen, ob was draus wird... !

Übrigens -- im Zuge der Umfelderneuerung der renovierten Sparkassenzentrale verschwand die seit Jahren an der Ecke III.Hagen / Brandstraße stehende Fahrradabstellanlage zunächst spurlos. Nach Auskunft der Verwaltung soll sie aber wieder -- etwas versetzt -- installiert werden.

J.B.


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Winter 2002.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de