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RAD im Pott Sommer 2002 Duisburg

Leserbriefe

Hallo Rad-im-Pott-Team!
Ich habe zum ersten Mal Euer Heft in den Händen gehabt und mit Interesse gelesen. Ich selber bin Radrenn-Amateur und fahre jährlich meine 15.000 km. Meine Trainingsreviere sind der linke Niederrhein (Kreis Kleve), der Essener Süden und das Dreieck Kreis Borken/Recklinghausen/Essen.

Ich kann nur sagen: innerorts sollte der "schnelle" Radler auf jeden Fall runter vom Radweg. Fahrbahneinmündungen, "verirrte" Fußgänger und Inline-Skater sind absolut lebensgefährliche Situationen für Radfahrer, die mit mehr als 30 Km/h unterwegs sind. Bei dieser Geschwindigkeit bin ich immer darauf angewiesen, sehr vorausschauend zu fahren, deshalb kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass ich gefährliche Situationen sehr viel früher erkenne als Autofahrer und Fußgänger.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Stolte


Sehr geehrtes Redaktionsteam, hier meine Meinung zum Radfahren auf Radwegen:

Ich bin 65 Jahre alt und fahre seit ich Rentner bin alle meine Wege mit dem Rad. Mein Auto nutze ich nur noch für die Urlaubsfahrten.

Was ich auf den Radwegen schon alles erlebt habe! Manchmal kommen einem da Zweifel ob die Leute in den Autos überhaupt einen Führerschein besitzen! Beim Abbiegen wird sich nicht umgeschaut, die Radwege werden wie selbstverständlich als Parkstreifen genutzt. Fußgänger rennen unachtsam auf den Radweg. Würde ich nicht sehr, sehr vorsichtig fahren und mit den "Dummheiten" der anderen rechnen, wäre es mir sicherlich schon so ergangen wie den Damen und Herren in ihrem Artikel "gefährliche Radwege". Dass es auch Fehler sind, die durch das falsche Anlegen von Radwegen entstehen, war mir bisher nicht bewusst. Vielen Dank daher an Sie, ich werde an solchen Stellen jetzt noch mehr aufpassen!

Hans-Peter Marbach, Mülheim


Als "Alltagsradler", wie ihr sie immer bezeichnet, fahre ich fast 10.000 km im Jahr auf dem Rad. Einer meiner Gründe dem ADFC beizutreten war der, dass ich mehr Radwege sehen wollte. Mehr Radwege für mehr Sicherheit der Radfahrer.

Leider habe ich die gleichen Erfahrungen machen müssen wie die, die in Ihrem interessanten Artikel genannt wurden. "Die Autofahrer schauen ja gar nicht!" Da hilft auch kein noch so gut gebauter Radweg. Mittlerweile habe ich meine Meinung radikal geändert. Da wo die Straßenverkehrsordnung es erlaubt, also auf den sogenannten "anderen Radwegen" fahre ich lieber auf der Straße. Und es ist sicherer! Der eine oder andere hupt zwar, weil er die Neuregelung nicht kennt, aber das stört mich nicht. Ich glaube, mit den Radwegen verschwindet der Radfahrer aus dem Sichtbereich der Autofahrer und damit auch aus deren Köpfen. Und das ist das schlechteste, was uns passieren kann.

Bernd Überding, Duisburg


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Sommer 2002.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de