Runde Sache?
Kreisverkehre
Oberhausen: Fünf Kreisverkehre gibt es inzwischen in Oberhausen, große wie
kleine, unfallträchtige wie sichere. Der neueste befindet sich im Oberhausener
Norden an der Autobahnabfahrt Dinslaken-Süd. Zwei weitere sind in Holten, einer
an der Kreuzung Von-Trotha-/ Weierstraße in Sterkrade und einer direkt am
Hauptbahnhof.
Nicht ganz überraschend stellte sich der letztgenannte Kreisverkehr an der
Concordia-/Hansastraße/Am Förderturm als unfallträchtig heraus. Allein 43
Unfälle musste die Polizei im vergangenen Jahr registieren, hinzu kommen viele
nicht angezeigte und noch viel mehr Beinaheunfälle. Nach der Analyse der
Polizei und der Stadtverwaltung liegen die Unfallursachen im Fehlverhalten von
Kraftfahrern. Jetzt soll der Kreisverkehr entschärft werden: Die beiden
zweispurigen Zufahrten auf der Concordiastraße sollen auf eine reduziert
werden. Im Kreis wird eine Linie markiert, so dass die Kreisverbahn
verschmälert wird (der innere Teil darf nur von Bussen und LKW überfahren
werden). Die Fußgänger erhalten Zebrastreifen an den Zu- und Abfahrten.In einer
halbjährigen Testphase werden die Maßnahmen getestet. Weitere Kreisverkehre
entstehen an der König-/Kurfürstenstraße in Biefang und an der Teutoburger
/ Siepenstraße auf (!) der Stadtgrenze zu Bottrop, weswegen die Planung durch
die Stadt Bottrop erfolgt. Darüber hinaus sind noch andere Kreuzungen im
Gespräch, wo Kreisverkehre entstehen könnten, z.B. in Königshardt
(Höhenweg/Königshardter Straße).
süs
Kanaluferweg wird zur Holperstrecke
Oberhausen: Zur Landesgartenschau 1999 in Oberhausen wurden zahlreiche Radwege
neu geschaffen bzw. instand gesetzt. Dazu zählt in vorbildlicher Weise auch der
Radweg am nördlichen Kanalufer des Rhein-Herne-Kanals zwischen dem Gasometer
und der Einbleckstraße. Die Nutzung des Radweges durch zahlreiche Gartenbau-
und Baustellenfahrzeuge hat an diesem deutliche Spuren hinterlassen. Die dort
vorhandene wassergebundene Wegeoberfläche ist zum Teil sehr schadhaft. Die
obere feine Materialschicht ist vollständig verschwunden, so dass nur noch das
grobe Schottermaterial der unteren Deckschicht vorhanden ist. An zahlreichen
Stellen sind starke Spurrillen sowie Schlaglöcher entstanden, die zum Teil eine
Tiefe bis zu 10 cm erreicht haben. Gerade diese Schäden lassen sich nicht mehr
allein durch schlichtes Aufbringen neuen Materials beseitigen, eine aufwändige
Instandsetzung ist hier notwendig geworden. Der von vielen Menschen genutzte
Freizeitweg ist im Rahmen der OLGA nicht aus städtischen Mitteln finanziert
worden, die Stadt Oberhausen ist aber nunmehr zuständig für die Instandsetzung.
Auf Hinweis des ADFC reagierten die Wirtschaftsbetriebe Oberhausen (WBO) zwar
prompt -- die Schlaglöcher wurden gestopft -- allerdings wird ohne einen
Deckenüberzug die Erosion weiter voranschreiten und sowohl Komfort als auch
Verkehrssicherheit zunehmend gefährden.
Mß
Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Sommer 2002.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de