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RAD im Pott Herbst 2002 Duisburg

Schlagloch des Monats

In die Stadt ohne mein Auto

Am 3. Juli 2001 beschloss der Ausschuss für Bauwesen Verkehr und Logistikentwicklung die Teilnahme am Aktionstag "In die Stadt ohne mein Auto". Zu kurzfristig war jedoch die Überlegung der Grünen-Abgeordneten, den Tag schon im Jahre 2001 zu veranstalten. Nun sollte die Verwaltung ein Konzept erstellen, um diesen europaweiten Aktionstag am 22. September 2002 durchzuführen. Am 17. Mai 2002 veröffentlichte die Verwaltung eine siebenseitige Vorlage, welche die Entwicklung und die Ziele eines solchen Aktionstages beschreibt, dass dieser umweltfreundliche Tag in 857 Städten aus 26 Ländern stattfindet und dass er den autofixierten Bürger einen Impuls bietet und Alternativen für ihren Alltag aufzeigt.

Detailliert werden die Veranstaltungen aufgelistet, die als Ergänzung und Bereicherung dieses Tages dienen könnten. Ein U-Bahn-Fest, der Sparkassen-Marathon, die Einweihung der Fußgängerzone "Von-der-Mark-Straße" in Meiderich, der Kinderwelttag. Alle diese Veranstaltungen stehen im Programm der Stadt Duisburg. Seit langer Zeit sind sie geplant und würden einen prima Rahmen für einen "Autofreien Aktionstag" geboten.

Und 2002? Auch in diesem Jahr hat die Verwaltung der Stadt "nach reiflicher Überlegung" beschlossen, den Aktionstag wieder nicht stattfinden zu lassen. Eins der Hindernisse aus Sicht der Verwaltung: Die Bundestagswahl überschattet die Aktion. Das es auch anders geht, zeigt die Stadt Mülheim. In unserer Nachbarstadt wurde die Wahl zum Themenlieferant. Hier wird es vielfältige Aktionen zum Thema "Wählen gehen" geben.

Und so geht das Schlagloch des Monates August an die Verwaltung der Stadt Duisburg für ihre scharfsinnigen Überlegungen, den Aktionstag "In die Stadt ohne mein Auto" in diesem Jahr wieder nicht stattfinden zu lassen, aber auch an die Politiker, die diese Entscheidung ohne Nachfrage und ohne deutliche Worte zu finden einfach hinnehmen.

Übrigens: Im Jahr 2003 fällt der Aktionstag auf einen Montag. Da kann doch niemand sein Auto stehen lassen. Außerdem fehlt es mit Sicherheit wieder an Vorbereitungszeit!

Wer dennoch diesen Tag begehen möchte, trifft sich nach dem Urnengang um 15.00 Uhr am Lebensretter. Gemeinsam werden wir nach Mülheim radeln und uns die interessanten und unterhaltsamen Aktionen rund um das Thema "Gehen" auf dem Kurt-Schumacher-Platz ansehen. Ab 18.00 Uhr kann dort auf einer Großleinwand zusammen mit allen Parteien auch der Ausgang der Wahl betrachtet werden.


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Dieser Artikel erschien in der RAD im Pott Herbst 2002.
Für Nachfragen, Kommentare: RadImPott@freenet.de